Politische Forderungen

von TransFair e.V.

Hände mit Stimmzetteln in die Luft gestreckt

TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland) artikuliert seit seinem Bestehen politische Forderungen zu gegebenen Anlässen. Durch die im Laufe der Jahre gestiegene gesellschaftlichen Relevanz des fairen Handels und insbesondere von Fairtrade International formulierte TransFair im Frühjahr 2017 seine politischen Forderungen erstmals in einem Positionspapier.

Die darin formulierten Forderungen werden von den Mitgliedsorganisationen getragen und geben  einen verbindlichen Rahmen für die gemeinsame politische Arbeit vor. Das Papier dient der Definition von Anknüpfungspunkten und Schnittstellen für die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Institutionen im Bereich des fairen Handels und der Zivilgesellschaft bezüglich globaler Gerechtigkeit.

SDG's bestätigen Forderungen von TransFair

Durch die Verabschiedung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) sieht sich TransFair in seinen politischen Forderungen bestätigt, da sich diese Forderungen in den SDGs widerspiegeln. Auch diese beinhalten Verpflichtungen, um unter anderem Landwirtschaft nachhaltig zu gestalten, existenzsichernde Löhne zu garantieren, Umwelt und biologische Vielfalt zu bewahren, Ernährungssicherheit zu gewährleisten, gleiche Rechte für Männer und Frauen, für Jungen und Mädchen zu gewähren und das Recht auf Bildung zu erreichen. Diese Zielsetzungen teilt TransFair  umfänglich.

Kernelemente der politischen Forderungen von TransFair

TransFair verfolgt einen dialog- und lösungsorientierten Ansatz, um den Handel fairer zu machen, Selbstbestimmung für kleinbäuerliche Produzent*innen und Arbeiter*innen zu erreichen, und nachhaltige Lebensverhältnisse zu ermöglichen.

1. Kohärente, an Entwicklungszielen ausgerichtete Regierungspolitik

d.h. sicherzustellen, dass Wirtschafts-Handels-, Agrar-, Umwelt- und Entwicklungspolitik aufeinander abgestimmt werden, um Armut und Ungleichheit zu reduzieren. Nachhaltige Entwicklung muss das zentrale Leitbild der Bundesregierung und zur neuen, gemeinsamen Vision für die Zukunft auf nationaler und globaler Ebene werden.

2. Folgenabschätzungen

d.h. sicherzustellen, dass die absehbaren Auswirkungen von Handelsentscheidungen auf die ärmsten Menschen im Vorfeld analysiert und diesbezügliche Risiken gemindert werden.

3. SDGs im Sinne des globalen Südens (Pro-poor trade SDGs)

d.h. sicherzustellen, dass die SDGs im Sinne der „Armen“ umgesetzt werden, mit Indikatoren, die fairen und nachhaltigen Handel für die wirtschaftlich benachteiligten Gemeinden im globalen Süden fördern und sicherstellen, dass auch die Ärms-ten erreicht werden können.

4. Konkrete Hilfe bei der Anpassung an den Klimawandel

d.h. sicherzustellen, dass insbesondere Kleinbäuer*innen und Arbeitnehmer*innen im globalen Süden, die negativ von den Folgen des Klimawandels betroffen sind, materielle Hilfe, Information und Weiterbildung erhalten, damit ihre Resilienz gestärkt wird und sie sich den Veränderungen besser anpassen können.

5. Gerechtere EU-Handelspolitik

d.h. sicherzustellen, dass die Bundesregierung sich in der EU, als maßgebliche, rahmensetzende Institution für Handelsre-geln im Sinne der Globalen Nachhaltigkeitsziele einsetzt, so dass faire Entscheidungen für Kleinbäuer*innen und Arbei-ter*innen in Entwicklungsländern getroffen werden.

Lesen Sie unsere konkreten Forderungen mit Bezug auf die gloablen Nachhaligkeitsszielen/SDGs in unserem Positionspapier – Politische Forderungen von TransFair (PDF, 376 KB)