Compliance und Transparenz

1. Fairtrade-Kodex und VENRO Verhaltenskodex

Alle Mitglieder von Fairtrade International verpflichten sich, auf die Verwirklichung der globalen Fairtrade-Vision und -Mission hinzuarbeiten und diese in ihren eigenen Satzungen und Arbeitsweisen sowie in interner und externer Kommunikation angemessen zu verankern.

Der Kodex der Fairtrade-Organisationen zielt darauf ab, die Vision und Mission des fairen Handels zu erfüllen, den internationalen Handel für Bauern und Bäuerinnen sowie Arbeiter*innen effektiver zu machen, bessere Lebensbedingungen für die Produzent*innen zu erzielen und die Menschenrechte und Würde aller Menschen zu wahren und zu fördern und so den Beitrag des fairen Handels zur Erreichung der Sustainable Development Goals zu leisten.
 

VENRO-Mitgliedschaft

Fairtrade Deutschland ist Mitglied im Verband entwicklungspolitischer Nicht-Regierungs-Organisationen (VENRO), einem starken Bündnis von über 100 entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Damit sind wir Teil des ethischen Diskurses, unsere eigene Arbeitsweise selbstkritisch zu hinterfragen und haben uns verpflichtet, den Verhaltenskodex von VENRO zu befolgen.
 

Verpflichtung unserer Dienstleister*innen / Consultants zum Fairtrade-Kodex

Der  Fairtrade-Kodex gilt als Handlungsmaxime für alle bei Fairtrade Deutschland beschäftigten Personen und Vertragspartner*innen, die im inhaltlichen Auftrag von Fairtrade agieren. Wer mit Fairtrade Deutschland zusammenarbeitet muss sich seiner / ihrer Verantwortung zur Einhaltung von Gesetzen, Menschenrechten und Fairtrades ethischen und sozialen Standards bewusst sein.
Für unsere Zusammenarbeit ist es erforderlich, dass der Fairtrade-Kodex per Unterschrift anerkannt wird.

Dienstleister*innen, die im globalen Süden mit Zielgruppen in Kontakt kommen (z.B. Researcher*innen, Consultants), werden über unsere Richtlinie zum Schutz von Kindern und schutzbedürftigen Erwachsenen zu Verhalten vor Ort sensibilisiert.   
 

2. Meldung von Beschwerden und Verdachtsfällen

Fairtrade Deutschland nimmt Rückmeldungen von Personen innerhalb und außerhalb der Organisation entgegen, die schwerwiegendes unethisches Verhalten melden möchten.

Die Meldung sollte nach Möglichkeit mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Wo und wann hat sich der Vorfall ereignet
  • Art und Sachverhalt des behaupteten Verstoßes oder Fehlverhaltens
  • die Person oder Personen, die angeblich für den Verstoß verantwortlich sind
  • Art der Beweise und Aufenthaltsort der Beweisträger*innen, sofern sie bekannt sind
     

Schwerwiegende Beschwerden

Beispiele von Verstößen gegen Fairtrade-Kodex:

  • Diskriminierung
  • Belästigung / Mobbing
  • Sexuelle Ausbeutung / sexueller Missbrauch
  • Betrug oder Korruption
  • Gesetzes- oder Vertragsbruch
  • Datenschutzverstöße
  • Kinderarbeit
  • Arbeiterrechte / Versammlungsfreiheit
  • Umweltschutz-Verstoß

Meldeweg

Wir ermutigen Mitarbeitende, Geschäftspartner*innen und Stakeholder, aktiv Hinweise bezüglich möglicher Probleme, Vorfälle oder Fehlverhaltens sowie konkrete Beschwerden zu äußern.

Unter strenger Vertraulichkeit, der Gewährleistung von Whistleblower-Schutz und mit unabhängiger Expertise wollen wir allen Verdachtsfällen nachgehen und für Aufklärung und Verbesserung sorgen. 

Zwar ist die Einreichung von anonymen Beschwerden möglich, wir ermutigen aber für ein effektives Fall-Management dazu, Kontaktinformationen zur Verfügung zu stellen. Andernfalls ist es schwierig, Feedback zu geben und ggfls. den Schutz der hinweisgebenden Person sicherzustellen. 

Bitte reichen Sie ihre Beschwerde auf dem Postweg, telefonisch oder via E-Mail bei unserer Compliance Managerin ein:

Elke Stoll-Berberich (Compliance Managerin Fairtrade Deutschland)

  • Anschrift:  Maarweg 165, 50825 Köln
  • E-Mail: compliance@fairtrade-deutschland.de
  • Tel.: 0221/942040-58

Ombudspersonen

Falls Sie sich für ein erstes Gespräch lieber eine Person außerhalb von Fairtrade Deutschland e.V. wünschen, können Sie sich auch an eine unserer Ombudspersonen wenden:

Herr Giese
Email: rechtsanwalt.giese@t-online.de
Tel.: 0228/9482555

Frau Dr. Jankowski
Email: jankowski@paulypartner.de
Tel.: 0228/6209050

3. Selbstverpflichtung im Rahmen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Transparenz ist uns wichtig. Deshalb haben wir uns der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen. Wir verpflichten uns die folgenden zehn Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und aktuell zu halten.

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr

2. Vollständige Satzung sowie Angaben zu den Zielen unserer Organisation

3. Angaben zur Steuerbegünstigung

  • Unsere Arbeit ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Köln-Nord, Veranlagungsbezirk 091 (Steuernummer 217/5963/1786) vom 26.10.2022 nach § 5 Absatz 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftsteuer befreit, weil sie ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen Zwecken im Sinne der §§ 51 ff. AO dient.

4. Name und Funktion wesentlicher Entscheidungsträger

5. Tätigkeitsbericht

6. Personalstruktur

  • Fairtrade Deutschland beschäftigte zum dritten Quartal 2023 insgesamt 91 Mitarbeitende inklusive Studierende. Ein Netzwerk von rund 70 ehrenamtlichen Referentinnen und Referenten unterstützt Fairtrade Deutschland bei der Kommunikation und Durchführung der Vereinsziele.
  • zur Team-Übersicht

7. Angaben zur Mittelherkunft

 8. Angaben zur Mittelverwendung

 9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten

  • Es besteht keine gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mi Dritten.

10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zahlungen mehr als 10 % des Gesamtjahresbudgets ausmachen

  • Fairtrade Deutschland e.V. finanziert sich überwiegend aus Lizenzeinnahmen von Partnerunternehmen. Darunter befindet sich kein Unternehmen, das mehr als 10% der Jahreseinnahmen ausmacht.
  • zur Gewinn- und Verlustrechnung

4. Unterzeichnung der Charta der Vielfalt

Fairtrade Deutschland e.V. ist Mitunterzeichner der Charta der Vielfalt!

Damit wollen wir als Organisation mit Sitz in Köln die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der deutschen Arbeitswelt voranbringen.
Alle Mitarbeiter*innen sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft.