#FAIRSPRECHEN

Jetzt politisch werden!

Im Vorfeld der Europawahl am 9. Juni 2024 möchten wir euch gemeinsam mit dem Weltladen-Dachverband und dem Forum Fairer Handel dazu einladen, mit den Kandidat*innen für das Europäische Parlament ins Gespräch zu kommen. Fragt bei einem fairen Frühstück, ob und wie die Kandidat*innen die politischen Anliegen des fairen Handels tatkräftig unterstützen wollen. Schafft dabei Verbindlichkeit mit der Unterzeichnung unseres gemeinsamen #FAIRSPRECHENs. Für mehr Fairness im Handel – europa- und weltweit!

Forderungen des fairen Handels an das Europäische Parlament

Die Welt befindet sich im Wandel. Um die aktuellen globalen Herausforderungen wie Armut, Klimakrise und Umweltzerstörung angehen zu können, braucht es einen sozial-ökologischen politischen Umbruch, der faire Grundvoraussetzungen für Menschen weltweit schafft. Die Prinzipien des Fairen Handels können hierfür als Richtschnur dienen.

Das zukünftige Europäische Parlament muss sich für einen fairen sozial-ökologischen Wandel einsetzen, der auch die Bedürfnisse von Kleinbäuer*innen und Beschäftigen im globalen Süden mit einbezieht - denn diese sind besonders stark von den aktuellen Krisen betroffen.

Gemeinsam fordern das Forum Fairer Handel, Fairtrade Deutschland und der Weltladen-Dachverband vom zukünftigen Europäischen Parlament:

Wir fordern von der EU-Politik, gerechtere Handelspraktiken zu fördern und die Lebensbedingungen von Produzent*innen weltweit zu verbessern, insbesondere im globalen Süden. Das bedeutet für uns, dass die EU sicherstellt, dass Handelspartner Menschenrechte respektieren und schützen. Dies betrifft insbesondere das Verbot von Kinderarbeit, Arbeitsrechte wie Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen, den Schutz von Minderheiten und den Schutz vor Diskriminierung. Faire Handelsabkommen fördern existenzsichernde Einkommen und Löhne sowie faire Arbeitsbedingungen und ermöglichen faire Zugänge zu Märkten der EU. Dies hilft, Armut zu verringern und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in den Handelspartnerländern zu unterstützen.

Existenzsichernde Einkommen und Löhne sind ein Menschenrecht. Um existenzsichernde Einkommen und Löhne zu erreichen, bedarf es der Einführung einer umfassenden Strategie. Faire Handelsabkommen fördern existenzsichernde Einkommen und Löhne sowie faire Arbeitsbedingungen und ermöglichen faire Zugänge zu Märkten der EU. Dies hilft, Armut zu verringern und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in den Handelspartnerländern zu unterstützen.  

Die Übernahme von Verantwortung für eigene Emissionen und die Unterstützung derer, die unter der Klimakrise bereits leiden, sind die Grundsätze von Klimagerechtigkeit. Dazu gehören effektive Klimaschutzmaßnahmen in der EU, gerechte Finanzierungsinstrumente für Kleinbäuer*innen zur Bewältigung der Klimakrise und ihren Folgen sowie ganzheitliche landwirtschaftliche Ansätze wie Agrarökologie. Weiterhin bestehende koloniale Strukturen in der Klimapolitik müssen überwunden werden, wie die Schlechterstellung im internationalen Finanzsystem oder die hohen Verschuldungen, die Investitionen in Klimaschutz und -anpassung erschweren.

Für den fairen Handel und andere gemeinwohlorientierte Geschäftsmodelle muss der Marktzugang erleichtert werden, z.B. durch niedrigere Zölle, und die preislichen Wettbewerbsnachteile müssen ausgeglichen werden. Denn derzeit haben insbesondere ausbeuterische Geschäftsmodelle, die viele ihrer Kosten externalisieren und auf die Gemeinschaft abwälzen, preisliche Wettbewerbsvorteile, während ökologisch und sozial nachhaltige Unternehmen und Produktionsweisen nicht konkurrieren können. Dieses System ist nicht nachhaltig und muss geändert werden.

Mit einer konsequenten nachhaltigen öffentlichen Beschaffung würde die öffentliche Hand einen wichtigen Beitrag zur dringend notwendigen sozial-ökologischen Transformation leisten. Die öffentliche Beschaffung muss daher als ein strategisches Instrument eingesetzt werden, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. 

Welche konkreten Schritte müssen nun erfolgen?

Konkrete Handlungsempfehlungen für das zukünftige EU-Parlament haben wir in der Langfassung der politischen Forderungen zusammengestellt.

Online-Schulung: #FAIRSPRECHEN: Jetzt politisch werden!

Mittwoch, 10. April 2024, 16:00-17:00 Uhr

Im Vorfeld der Europawahl möchten wir gemeinsam mit dem Weltladen-Dachverband und dem Forum Fairer Handel politische Akteure ermutigen, Kandidat*innen für das EU-Parlament von den politischen Anliegen des fairen Handels zu überzeugen und sie zu Unterstützer*innen zu machen. In unserer Online-Schulung erfährst du mehr dazu. Hier kannst du dich anmelden.