Faire Mode – Ein Shirt für Alle

In Kooperation mit Fashion Changers entstand das „Human“ T-Shirt. Ein Kleidungsstück aus fair gehandelter Baumwolle, dass Geschlechtergerechtigkeit zum Thema macht und das Bewusstsein für faire Mode stärken soll.

Vreni Jäckle, Jana Braumüller und Nina Lorenzen von den Fashion Changers tragen das neue "Human"-T-Shirt mit Stolz. | © Emilie Elizabeth

Das Design auf dem T-Shirt wurde von Shirin Araghi entworfen und zeigt ein stilisiertes Gesicht eines Menschen. Da drunter stehen die durchgestrichenen Worte Girl und Boy, gefolgt von einem nicht durchgestrichenen und präsent orange-farbenen human. Es stellt also das dar, was uns alle verbindet: das Menschsein. Und genau das versuchen die Fashion Changers gemeinsam mit Fairtrade wieder in den Mittelpunkt der Modewelt zu rücken. Auf den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza 2013 und die über 1000 Toten folgte ein Aufschrei, der die Missstände in der Textilindustrie und Baumwollproduktion beklagte. Die Aufmerksamkeit wurde von dem Kleidungsstück auf die Menschen dahinter gelenkt und damit dieses Aufmerksamkeit nicht schwindet, findet jährlich die Fashion Revolution Week statt. Nach wie vor sind die Arbeitsbedingungen für Beschäftige der Textilbranche nicht vertretbar und müssen durch die Unternehmer*innen verändert  werden. Dabei hilft auch ein starker Druck von uns Konsument*innen. Die Aktivisten der Fashion Revolution fordern nicht nur stärkeres Bewusstsein für Kaufentscheidungen, sondern wenden sich auch an die Wirtschaft und die Politik, faire Mode zu unterstützen. Im Rahmen der Fashion Revolution Week entstand der Hashtag #pushfairtrade, unter dem jeder auf Social Media seine Unterstützung für fair gehandelte Mode zeigen kann.

Fairtrade und Fashion

Mit der 2016 verabschiedeten Gender-Strategie fördert Fairtrade die Stärkung von Frauen* und Männern* in der Textilproduktion über den Fairtrade-Standard hinaus und stellt 2019 unter dem Jahresmotto Frauen stärken, das Thema der Geschlechtergerechtigkeit in den Vordergrund. Mode wird oft als „Frauenthema“ behandelt und doch wird dabei vergessen, dass ein Großteil der Arbeiter*innen in der Textilbranche Frauen sind, die an ihrem Arbeitsplatz oft keinen Versicherungsschutz genießen, mit psychische und physische Gewalt konfrontiert sind und meist einen Lohn bekommen, der unter dem liegt, was sie zum Leben benötigen.  Diesen Missständen versucht Fairtrade mit dem  Textil-Standard und dem Textil-Programm entgegen zu wirken. Ziel ist es, die gesamte Lieferkette von Textilien fair und nachhaltig zu gestalten, so dass nicht nur der faire Anbau von Baumwolle zertifiziert wird, sondern auch die Weiterverarbeitung und die Herstellung des Endproduktes.

Fashion Changers

Die Bloggerinnen und Aktivistinnen von Fashion Changers arbeiten daran, faire Kleidung in den Mainstream der Modewelt zu rücken und die Präsenz von Fair Fashion im Internet zu stärken. Themen wie Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit sind dabei fest mit fairen Textilien verschlungen und werden auf allen Ebenen mit kommuniziert. Jetzt sogar tragbar als T-Shirt für alle, die sich für einen gerechten Handel, eine faire Modewelt und Gleichstellung der Geschlechter einsetzten möchten.