SDGs abseits unserer Schwerpunkte

Fairtrade steht auch mit den restlichen SDGs in Verbindung, die keinen der Arbeitsschwerpunkte betreffen. Auf dieser Seite können Sie sich informieren, welche Ziele es außerhalb unseres Fokus gibt und wie Fairtrade auch zu deren Umsetzung beiträgt. Sauberes Wasser, die Schaffung von Infrastruktur und nachhaltiger Industrie, Partnerschaften mit einer Vielzahl von Organisationen. Die SDGs fließen auf vielfältige Weise in die Arbeit von Fairtrade ein.

SDG 6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Sauberes Wasser ist ein menschliches Grundbedürfnis und - auf dem Papier - durch die weltweit geltenden Menschenrechte garantiert. Die Fakten sprechen jedoch noch immer eine andere Sprache. Fairtrade setzt sich ein für sauberes Trinkwasser und unterstützt Projekte zur Wasserfilterung und -aufbereitung. Durch die Fairtrade-Prämie werden laufend Sanitärmaßnahmen finanziert, die zu einer grundlegenden Versorgung mit sauberem Wasser für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern beiträgt. So zum Beispiel auf der Blumenfarm Mount Meru im Norden Tansanias.

SDG 7 - Bezahlbare und Saubere Energie

Saubere Energie ist eines der Kernthemen zukünftiger politischer und wirtschaftlicher Entwicklung. Ein besonderes Augenmerk muss auf Regionen gelget werden, die bisher unter einer unzuverlässigen Stromversorgung zu leiden haben. Es braucht alternative und erneuerbare Energiequellen, die auch in ländlichen Regionen eine angemessene Versorgung garantieren. Fairtrade unterstürtzt Klimaschutzprojekte im globalen Süden und bietet Unternehmen einen einfachen Weg der Beteiligung an - die Fairtrade Carbon Credits. Dadurch können jährlich unzählige Tonnen an Emissionen eingespart werden.

SDG 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur

Die Fairtrade-Prämie wird zu großen Teilen für den infrastrukturellen Ausbau in Produktionsländern genutzt. Transportwege wie Straßen und Brücken werden geschaffen, in Fahrzeuge investiert und etwa Pipelines für sauberes Trinkwasser gebaut. Damit wird gleichzeitig die Versorgung der Produzent*innen mit grundlegenden Mitteln verbessret und der Martkzugang erleichtert. Investitionen in nachhaltige Industriestrukturen fördern ein stetiges und schonendes Wachstum, ohne natürliche Ressourcen und Arbeitskräfte weiter auszubeuten.

SDG 10 - Weniger Ungleichheiten: Wandel durch Handel

Auch heute ist das Gefälle zwischen Industrie- und Entwicklungsländern noch sehr groß. Dieses Ungleichgewicht auszugleichen ist der sazungsgemäße Auftrag von TransFair e.V.: Handel zu fairen Bedingungen mit benachteiligten Produzent*innen in den Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Schaffen von besseren Absatzmöglichkeiten für sie auf dem deutschen Markt. Ausgehend vom Prinzip "Wandel durch Handel" trägt der Verein dazu bei, dass sich Lebensbedingungen und wirtschaftliche Lage der Produzent*innen im globalen Süden nachhaltig verbessern.

SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden

Bundesweit engagieren sich mehr als 600 Städte und Gemeinden als Fairtrade-Town für den fairen Handel und mehr Nachhaltigkeit. Die Fairtrade-Towns fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen handel stark machen. Die Kampagne Fairtrade-Towns ist eine internationale Bewegung. Weltweit tragen bereits über 2.200 Städte und Kommunen in über 36 Ländern den Titel - Tendenz steigend.

SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Von Beginn an hat sich Fairtrade auf den Aufbau demokratischer Strukturen konzentriert. Bäuerinnen und Buern werden ermutigt, Rechenschaft von ihren Organisationen einzufordern, ebenso lohnabhängig Beschäftigte von ihren Arbeitgebern und Verbraucher von Herstellern. Der Fairtrade-Ansatz und der einzigartige Organisationsaufbau, in dem Produzent*innen gleichberechtigt mit einem Stimmanteil von 50 Prozent beteiligt sind, ist Grundstein für echtes Empowerment von Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Beschäftigten.

SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Die Partnerschaft mit den TransFair-Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Kirche, Sozialarbeit, Verbraucherschutz, Genossenschaftswesen, Bildung, Politik und Umwelt, mit Verbänden wie VENRO (Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutsche Nichtregierungsorganisationen e.V.) oder mit politischen Institutionen wie dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verleiht der Fairhandels-Idee Durchsetzungskraft - auf gesellschaftlicher Ebene sowie im öffentlichen und privatwirtschaftlichen Sektor.