Marion Hammerl

Effizienten Klimaschutz und den Schutz der Tropenwälder einfordern

Marion Hammerl
Seit 1998 ist Marion Hammerl als Geschäftsführerin bei der Bodensee-Stiftung tätig. Als Fachfrau für Umweltmanagement, nachhaltiger Tourismus, nachhaltige Flächennutzung, nachhaltige Entwicklung in Seenregionen und Unternehmen und biologische Vielfalt hat sie zahlreiche europäische und internationale Projekte koordiniert und umgesetzt.

"Der Handel hat über Standards und eigene Vorgaben großen Einfluss auf die landwirtschaftliche Produktion und muss zweigleisig fahren: Zum einem muss er aktiven Klimaschutz von allen landwirtschaftlichen Erzeugern einfordern, insbesondere durch Energieeinsparungen und Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bzw. CO2-Bindung durch standortangepasste Bewirtschaftung. Der Schutz von Primärwäldern – insbesondere der tropischen Regenwälder –muss ein Must-Kriterium für alle Lieferanten und alle Standards sein – und überprüft werden! Die tropischen Regenwälder beherbergen 50 % aller Tier- und Pflanzenarten weltweit und speichern um die Hälfte mehr Kohlenstoff als Wälder außerhalb der Tropen. Noch immer werden jährlich rund 13 Millionen Hektar Tropenwald vernichtet – das entspricht der Fläche Griechenlands. Andererseits ist der Handel gefordert, vor allem die Kleinbauern in Entwicklungs- und Schwellenländern bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen: Anbauverfahren, die Bodenschutz und Bodenfruchtbarkeit nachhaltig verbessern, die Förderung alter Nutzpflanzen und -tiere, die robuster sind oder die finanzielle Unterstützung für die Anschaffung von effizienten Bewässerungssystemen.  Auch die Renaturierung von Ökosystemen muss im Klima-Aktionsplan des Handels stehen, damit diese in der Lage sind, die Folgen des Klimawandels abzumildern."

Zukunftskongress in Berlin

Marion Hammer nimmt am Zukunftskongress von TransFair teil. Unter dem Motto "Handel neu denken – 25 Jahre TransFair“ erarbeiten Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Medien Lösungsansätze für die bevorstehenden Herausforderungen. [mehr erfahren]

Zur Person

Marion Hammerl studierte Betriebswirtschaft und war über 15 Jahre in der freien Wirtschaft in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Marketing tätig. Sie lebte lange in Spanien und gründete gemeinsam mit spanischen Naturschützern die spanische Stiftung Fundación Global Nature. Von 1997 bis 2015 war Marion Hammerl ehrenamtliche Präsidentin der Fundación; heute ist sie im Präsidium der Organisation.

Seit 1998 ist Marion Hammerl als Geschäftsführerin bei der Bodensee-Stiftung tätig. Als Fachfrau für Umweltmanagement, nachhaltiger Tourismus, nachhaltige Flächennutzung, nachhaltige Entwicklung in Seenregionen und Unternehmen und biologische Vielfalt hat sie zahlreiche europäische und internationale Projekte koordiniert und umgesetzt.

Gemeinsam mit bekannten Umweltschützern wie Prof. Gerhard Thielcke begründete sie 1998 das Internationale Netzwerk Living Lakes zum Schutz von Seen und Feuchtgebieten, das von der internationalen Umweltstiftung Global Nature Fund koordiniert wird. Seit 2002 ist Marion Hammerl ehrenamtliche Präsidentin des Global Nature Fund.

Außerdem ist sie Mitbegründerin und Vorstandsmitglied des europäischen Netzwerks ECOTRANS zur Förderung des nachhaltigen Tourismus sowie dem Verein ECOCAMPING für Umwelt- und Qualitätsmanagement auf Campingplätzen. Sie ist Co-Autorin zahlreicher Leitfäden und Berichte und in verschiedenen Gremien der Europäischen Kommission als Vertreterin der NGOs aktiv.