Grüner Knopf erkennt Fairtrade-Baumwollsiegel an

Das staatliche Textilsiegel, Grüner Knopf, wurde im August überarbeitet. Der Grüne Knopf 2.0 deckt erstmals auch die Stufe der Fasergewinnung ab. Baumwolle mit dem Fairtrade-Siegel ist nun als Primärfaser anerkannt.

Fairtrade Baumwoll-Siegel

Baumwolle mit dem Fairtrade-Siegel ist für das stattliche Siegel Grüner Knopf als Primärfaser anerkannt.

Während der Grüne Knopf 1.0 ausschließlich Konfektion und Nassprozesse abgedeckt hat, geht der Grüne Knopf 2.0 einen Schritt weiter: Der neue Anforderungskatalog enthält zusätzliche Kriterien für Faser- und Materialeinsatz. Um die staatlichen Anforderungen im Bereich der Fasergewinnung zu erfüllen, müssen Unternehmen für Baumwolle ein anerkanntes Siegel nachweisen. Für Unternehmen, die Baumwolle mit Fairtrade-Siegel anbieten, kein Problem: Sowohl das klassische Baumwollsiegel als auch das Rohstoffsiegel sind ab sofort für die Stufe der Rohstoffgewinnung anerkannt.

Fairtrade-Baumwollstandard: Bessere Arbeitsbedingungen für Produzent*innen

Baumwollbäuerinnen und -bauern erhalten durch Fairtrade einen Mindestpreis für ihre Baumwolle sowie eine zusätzliche Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Ausbeuterische Kinder und Zwangsarbeit sind verboten. Auch der Einsatz von gentechnisch modifiziertem Saatgut ist untersagt. Für die Weiterverarbeitung der Baumwolle gelten die ILO-Kernarbeitsnormen.

Und der Fairtrade-Textilstandard?

Das Siegel „Fairtrade Textile Production“, das hinter dem Fairtrade-Textilstandard steckt, ist bislang auf Produktseite für den Grünen Knopf 1.0 anerkannt. Das bedeutet, Unternehmen, die Produkte nach dem Fairtrade-Textilstandard anbieten, dürfen diese – sofern sie zusätzlich die Unternehmenskriterien des Grünen Knopfes erfüllen – mit dem staatlichen Siegel kennzeichnen. Der Benchmarking-Prozess für den Grünen Knopf 2.0 läuft aktuell noch. Bis Juli 2024 gilt eine Übergangsfrist; solange dürfen auch Produkte, die den Kriterien des Grünen Knopfes 1.0. entsprechen, das Siegel tragen.