Eine Woche der Vielfalt und Gleichberechtigung

Das lateinamerikanische Produzent*innen-Netzwerk von Fairtrade (CLAC) organisierte eine Bildungswoche zu der Women’s School of Leadership in Kolumbien.

Die Weiterbildung und Sensibilisierung junger Menschen, die als potenzielle Unternehmer*innen Verantwortung in Kooperativen übernehmen werden, wird von CLAC gefördert.

Im Rahmen dieser Woche reflektierten die Teilnehmer*innen gemeinsam, wie die Inklusion von Frauen und Jugendlichen im alltäglichen Leben der Organisationen, Unternehmen und Kooperativen in Lateinamerika vorangetrieben werden kann und wie und warum es nötig ist, sich darüber Gedanken zu machen. Den Leitfaden hierzu bestimmte das Handbuch zur Umsetzung von Gender-Strategien, das Richtlinien und Werkzeuge zu geschlechtergerechtem Handeln an die Hand gibt. Dieses Material wurde im Rahmen der gemeinsamen strategischen Gender-Prozesse und der Implementierung von Leadership Schools und Women's Empowerment Prozessen im Jahr 2015 zwischen CLAC, TRIAS und anderen Partnern in El Salvador aufgegriffen. 2017 fand eine letzte Überarbeitung des methodischen Handbuches statt, welches seitdem eingesetzt wird um Verantwortliche in Unternehmen und Organisationen für Geschlechtergerechtigkeit zu sensibilisieren und zu schulen. Diese können damit weiterführend Schulungen ihrer Arbeitnehmer*innen und Kolleg*innen durchführen.

Geschlechter- und Jugendinklusion zur Förderung der Vielfalt

Zwischen dem 16. und 21. September kamen Abgesandte von kolumbianischen Organisationen und Unternehmen zusammen, um sich mit der Stärkung und Inklusion Frauen und Jugendlicher zu beschäftigen. In diesem Rahmen wurde über die Vorteile und Herausforderungen der Einbeziehung junger Menschen und Frauen in den Arbeitsalltag von Erzeuger*innen- und Arbeitnehmer*innenorganisationen gesprochen. Teil dieser Zusammenkunft war, unter anderem, ein Treffen der Koordinatoren mit dem Nationalen Jugendkomitee, an welchem 6 Vertreter*innen der verschiedenen Netzwerke und Plantagen in Kolumbien teilnahmen.


Am 17.-und 18.09. hatten sich 26 Jugendliche (15 Frauen und 11 Männer) aus den 25 Produzierenden- und Arbeiter*innenorganisationen des Gerechten Handels zusammengefunden, um Erfahrungen zu vergleichen und sich über die Inklusion der Jugend und der Frauen auszutauschen. Außerdem fanden 2 Workshops zur Vertiefung der Kenntnisse aller Teilnehmenden statt, wobei sich der erste mit dem Thema der transformativen Führung und der zweite mit dem Thema Entrepreneurship mit Fokus auf das CANVAS-Modell (Modell zur Prüfung von Business Ideen) beschäftigte.


Vom 19.09. bis 21.09. wurden zwei Workshops über Frauen im fairen Handel gehalten. Der erste Workshop beschäftigte sich mit den bisherigen Fortschritten in der Geschlechtergerechtigkeit. Die 23 Teilnehmer*innen kamen aus Unternehmen und Organisationen, die sich schon 2018 in einem Workshop zu diesem Thema zusammengefunden hatten, und die die bisherigen Entwicklungen und Fortschritte betrachteten. Der zweite Workshop fand mit einer neuen Gruppe von 19 Abgesandten von Unternehmen statt, in denen Geschlechtergerechtigkeit und die Inklusion der Jugend erstmals thematisiert wurde.

Die Women’s School of Leadership

Angefangen in Lateinamerika, hat dieses Programm zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung mittlerweile auch in den Fairtrade-Produzentennetzwerken in Asien (NAPP) und Afrika (Fairtrade Africa) Wurzeln geschlagen. Die School of Leadership vermittelt Frauen und Männern Kompetenzen in den Bereichen Finanzen, Verhandlung und Entscheidungsfindung. Dieses Programm stärkt das Selbstbewusstsein der Teilnehmer*innen und sensibilisiert sie für Gleichstellung und Fairness.