Richard David Precht

Die Politik des Eigennutzes darf keine Zukunft haben

Richard David Precht, Philosoph

„Fairen Handel wird es erst dann geben, wenn die Länder der Ersten Welt lernen, die Interessen der ärmeren Länder in der Welt wirklich ernst zu nehmen. Bislang dominiert selbst im Umgang mit den ärmsten Ländern der Eigennutz der reichen Länder. Diese Politik darf keine Zukunft haben, auch nicht im Interesse der Industrieländer selbst, denen ihre eigennützige Politik in Form von Millionen Armuts- und Bürgerkriegsflüchtlingen zurückschlägt. Fair Trade darf nicht etwas sein, was es unter anderem auch gibt, sondern aller Handel mit armen Ländern sollte ein fairer Handel sein!“

Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seine Bücher wie "Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?", "Liebe - ein unordentliches Gefühl" und "Die Kunst, kein Egoist zu sein" sind internationale Bestseller und wurden in insgesamt mehr als 40 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen „Erkenne die Welt“ und „Tiere denken“. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung »Precht« im ZDF.

Zukunftskongress in Berlin

Richard David Precht gehört am 23. Mai zu den Keynote-Speakern des Zukunftskongress von TransFair. Unter dem Motto "Handel neu denken – 25 Jahre TransFair“ erarbeiten Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Medien Lösungsansätze für die bevorstehenden Herausforderungen. [mehr erfahren]