16. Juni 2020

Neue Vorständin bei Fairtrade

Katja Carson von Ärzte ohne Grenzen übernimmt Vorstandsrolle bei TransFair e.V.

Ein Computerbildschirm zeigt alle Mitglieder, die an der Abstimmung teilnehmen.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Vorstand in diesem Jahr per Videokonferenz ins Amt gewählt. Bild: TransFair e.V.

•    Bestehendes Vorstandstrio bestätigt
•    Fairtrade - politisch, lösungsorientiert, dynamisch

Neues Gesicht im Fairtrade-Vorstand: Katja Carson übernimmt die neue Position der Vorständin für Personal, Finanzen und Digitalisierung bei Fairtrade Deutschland. Auf der Mitgliederversammlung am 16. Juni wurde sie von den Mitgliedsorganisationen ohne Gegenstimmen in das neue Amt gewählt.

Katja Carson war über zehn Jahre bei Non-Profit Organisationen in Führungspositionen tätig, davon sechs Jahre bei Greenpeace in unterschiedlichen Ländern und Positionen. 2017 wechselte sie zu Ärzte ohne Grenzen e.V. nach Berlin und leitete dort als stellvertretende Geschäftsführerin die Abteilung Finanzen und Administration. Sie wird Fairtrade Deutschland ab Oktober verstärken. Die Ergänzung des Vorstands ist ein Schritt, um die Organisation frühzeitig und behutsam auf den kommenden Generationswechsel im Leitungsteam vorzubereiten und Digitalisierung strategisch auszubauen.

Bis zum Fairtrade-Jubiläum im Amt: Dieter Overath macht die 30 Jahre voll

Das bisherige Vorstandstrio wurde einstimmig bestätigt. Bereits seit Gründung von TransFair 1992 ist Dieter Overath mit der Leitung des Vereins betraut. Zuerst als Geschäftsführer, seit Umstrukturierung 2015 als geschäftsführender Vorstandsvorsitzender. Dieter Overath wird Ende 2022, im Jubiläumsjahr zum 30-jährigen Bestehen des Vereins, ausscheiden. Claudia Brück, Vorständin für Kommunikation und Politik, nahm ihre Wiederwahl als stellvertretende Vorsitzende für die nächsten fünf Jahre an. Detlev Grimmelt, Vorstand für Vertrieb und Marketing, wird seine Position bis 2023 weiterführen.

„Mit Katja Carson erweitern wir das Vorstandsteam um eine erfahrene und kompetente Kollegin“, sagte Dieter Overath. „Die kommenden zwei Jahre geben uns die nötige Zeit, alle mitzunehmen – vom Fairtrade-Team in Köln bis zu den Partnern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.“

Fairtrade strategisch gut aufgestellt

Fairtrade agiert in dem Spannungsfeld, einerseits durch Produktkennzeichnungen mit dem Siegel eng mit Wirtschaftspartnern zu kooperieren, andererseits zusammen mit Politik und Zivilgesellschaft mehr Nachhaltigkeit zu fordern, um strukturellen Wandel voranzubringen. „Fairtrade war schon immer lösungsorientiert und Stachel zugleich“, so Dieter Overath. „Mit unserer Kampagnen- und Advocacyarbeit wollen wir einen politischen Rahmen schaffen, der fairen und nachhaltigen Konsum fördert. Gleichzeitig nehmen wir wirtschaftliche Akteure in die Verantwortung, ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Das geht mit konstruktiven Dialogen und Kooperationen.“ Deshalb arbeitet Fairtrade unter anderem daran, durch digitale Angebote, Wirkungsberichte und direkten Austausch mit allen beteiligten Akteuren, globale Lieferketten transparenter, nachhaltiger und fairer zu gestalten.