TransFair für Webdoku ausgezeichnet

Der „Verbändereport“ hat TrainsFair für seine Webdoku „Felix’ Reisen für den fairen Handel“ mit dem mediaV-Award in der Kategorie „Bestes Storytelling“ ausgezeichnet.

Mit dem mediaV-Award wurden 2019 erstmals herausragende Kommunikationsprojekte von Verbänden und Organisationen geehrt.

Zartschmelzende Schokolade, eine gesunde Banane zwischendurch oder das schicke neue Baumwoll-Shirt – wer von uns möchte schon darauf verzichten? Menschen in den Ländern des Südens decken mit ihren Erzeugnissen unseren Tisch oder kleiden uns ein. Trotz harter Arbeit leiden sie aber oftmals unter extremer Armut, kämpfen täglich um Zugang zu Land, Wasser, Bildung und medizinischer Versorgung. Ist das fair? Nein! Doch wie lässt sich die Geschichte dieser Menschen erzählen?

Leben der Menschen des Globalen Südens erzählen

Daniel Caspari, Leiter Digitale Kommunikation bei TransFair, reiste mit dem bekannten YouTuber Felix von der Laden und seinem Kameramann Paul Sydow in drei Länder auf drei Kontinenten. Ihre Reise führte zu den Ursprüngen von drei verschiedenen Produkten, die wir alle aus unserem Alltag kennen: Kakao, Bananen und Baumwolle/Textilien. „Wir wollten erfahren, wie der faire Handel funktioniert und mit der Kamera ganz unverfälscht Bilder einfangen die zeigen, was Fairtrade für die Menschen vor Ort bedeutet und welche Verbesserungen ihnen das Siegel bringt“, erklärt Daniel Caspari.

Hauptakteur der Webdoku ist YouTube-Star Felix von der Laden, besser bekannt unter dem Namen „Dner“. Auf seinem YouTube-Kanal präsentiert der 24-jährige regelmäßig Videotagbücher, so geannanten Vlogs. Für Fairtrade zeigt er seinen 3,2 Millionen Fans auf YouTube und Instagram wie Produkte mit dem Fairtrade-Siegel angebaut und hergestellt werden und was fairer Handel bedeutet. „Jeder kann mit seinem täglichen Konsum einen Beitrag zum fairen Handel leisten“, sagt er. Das Ergebnis der Filmreihe überzeugte den „Verbändereport“: „Wer Menschen berühren möchte, schafft das nicht mit bloßen Fakten. Damit eine Geschichte in Erinnerung bleibt, muss sie Emotionen erzeugen. Eben durch Storytelling.“ – so Jurymitglied und Medienmacher Michael Kalthoff-Mahnke in seiner Laudatio für den mediaV-Award in der Kategorie „Bestes Storytelling“ ein.

Storytelling im Fokus des Wettbewerbs

Kalthoff-Mahnke weiter: „Gutes Storytelling ist die Königsdisziplin des Content Managements und gehört deshalb in jedes digitale und gedruckte Medienformat von Verbänden. Keine Frage, dass wir bei der Entwicklung der Wettbewerbskategorien das Storytelling im Fokus hatten.“ Insgesamt gab es knapp 50 Einreichungen für den erstmals ausgelobten Medienpreis und zwei weitere Nominierungen in der Kategorie „Bestes Storytelling“. Das Rennen hierbei machte TransFair für sein eingereichtes Projekt.

Die Jurybegründung im Wortlaut

In der Webdoku „Felix' Reisen für den fairen Handel“ wird – auf Basis eines wohl durchdachten Konzepts – fairer Handel veranschaulicht. Am Beispiel von drei Kernprodukten gelingt es, das Fairtrade-Thema mit Hilfe des bekannten YouTubers Felix von der Laden für eine junge Zielgruppe greifbar zu machen. Dabei werden die Kernthemen des Verbandes transparent und in angemessener Sprache für junge Menschen transportiert. Die Story funktioniert sehr gut und ist, dank der detaillierten Planung des dramaturgischen Spannungsbogens, sowohl inhaltlich als auch chronologisch und lokal konsistent. Die Vermittlung der verschiedenen Facetten von Niedriglohn-Produktion und Handel erweckt einen sehr authentischen Eindruck. Die Kernbotschaft der fairen Produktion rückt dabei immer wieder in den Fokus und wird sympathisch, aber dennoch nachdrücklich vermittelt. Insgesamt ist „Felix' Reisen für den fairen Handel“ eine sehr gelungene, lebendige und gleichzeitig informative Story.

Über den media V-Award

Mit dem mediaV-Award wurden 2019 erstmals herausragende Kommunikationsprojekte von Verbänden und Organisationen geehrt. Der „Verbändereport“ ist Initiator und Organisator dieses Wettbewerbes, der künftig jährlich stattfinden soll.