Die Kakao-Kooperativen-Union Conacado in der Dominikanischen Republik

Die Dominikanische Republik ist nach Haiti der zweitärmste Staat der Karibik. Neben Zucker, Kaffee und Tabak stellt Kakao eines der Hauptexportgüter dar. Die Dachorganisation mehrerer Kooperativen - CONACADO - zählt zu den drei exportstärksten Kakaoproduzenten in der Dominikanischen Republik, die Mitglieder produzieren jährlich etwa 25 Prozent des gesamten Kakaos auf der Insel.

Die Kakao-Kooperativen-Union Conacado in der Dominikanischen Republik

Confederacion Nacional de Cacaocultores Dominicanos

Santo Domingo
Dominikanische Republik

Das Hauptengagement von CONACADO - Confederacion Nacional de Cacaocultores Dominicanos - liegt neben der Vermarktung des Kakaos vor allem in der technischen Beratung ihrer Mitglieder. Zudem werden Schulungen angeboten, deren Ziel die Steigerung der Produktion ist, wie etwa Schulungen in den Bereichen Biolandbau, Qualitätssicherung und der Weiterverarbeitung des Rohkakaos. Neun Produzentenorganisationen sind Mitglied der Dachorganisation CONACADO. Diese sind wiederum in kleineren Produzentengruppen organisiert. Insgesamt hat CONACADO etwa 10.000 Einzelmitglieder.

Auf die Einbindung aller Produzentengruppen wird innerhalb der Organisation großen Wert gelegt: Zur Generalversammlung sind Delegierte aller Basisorganisationen geladen, sie wählen den Vorstand. Auf der Ebene der Produzentenorganisationen zweiten Grades finden monatlich Treffen statt, an denen alle Mitgliedsorganisationen mit zwei Vertretern oder Vertreterinnen teilnehmen können.

 

Biologischer Anbau seit vielen Jahren

Viele der Produzenten und Produzentinnen sind durch die Agrarreform in den 1970er-Jahren zu einem Stück Land gekommen, das allerdings zu klein ist, um davon einigermaßen leben zu können. 90 Prozent der Mitglieder besitzen weniger als drei Hektar Land, sie sind gezwungen, sich zusätzlich als Tagelöhner oder Tagelöhnerinnen zu verdienen. Aus demselben Grund konnten bereits 80 Prozent der Kakaoproduktion ohne größere Probleme als organisch-biologisch zertifiziert werden. Die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen waren nämlich auch in der Vergangenheit nicht in der Lage, chemische Mittel auf ihren Feldern anzuwenden.

Aus Zeit- und Ressourcenmangel waren die Felder zum Teil aber auch stark vernachlässigt. Heute bemüht sich CONACADO darum, ihre Mitglieder in den Methoden des Biolandbaus zu schulen. Durch die besseren Preise für Bio-Kakao ist es den Bäuerinnen und Bauern möglich, mehr Zeit und Energie in ihre Kakaopflanzen zu investieren.

 

Gemeinschaftsprojekte aus Mitteln der FAIRTRADE-Prämie

Neben den demokratischen Organisationsstrukturen und den Qualitätsverbesserungen in der Landwirtschaft, die durch die Unterstützung von CONACADO erzielt werden konnten, profitieren die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern auch von der FAIRTRADE-Prämie, die zusätzlich zum garantierten Mindestpreis bezahlt wird. Die Gelder wurden von den Teilorganisationen in verschiedenste Bereiche investiert: So wurden zum Beispiel Hausrenovierungen sowie der Bau von Schulen und Schulklassen durchgeführt; außerdem wurden zinsenlose Kredite für die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie Schulstipendien für deren Kinder bereitgestellt. Zudem konnten Schulungen im Kakaoanbau sowie Lagerhallen und Trocknungsplätze für den Kakao finanziert werden. Teile der FAIRTRADE-Prämie fließen außerdem in ein lokales Gesundheitszentrum, in dem sich Mitglieder kostenlos behandeln lassen können.

EZA Fairer Handel GmbH

FAIRTRADE Foundation UK

Absatzbild

Produkte dieser Produzenten-Organisation mit Fairtrade-Code

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