Mythos #03

„Fairtrade-Produkte im Weltladen sind fairer als im Discounter.“

Grafik - Weltladen versus Discounter

Diese Annahme ist falsch. Es macht absolut keinen Unterschied, wo ein Fairtrade-Produkt gekauft wird, es kommt nur auf das Siegel an.

Fairtrade basiert auf umfangreichen sozialen, ökologischen und ökonomischen Standards, die regelmäßig überarbeitet und kontrolliert werden. Erst wenn die Standards erfüllt sind, darf ein Produkt das Fairtrade-Siegel tragen. Dazu gehören die Zahlung der stabilen Mindestpreise an die Produzentenorganisationen, die zusätzliche Prämie und strenge Regeln u.a. zu Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Außerdem erhalten Fairtrade-Organisationen regelmäßig Trainings und Schulungen, um sich weiterzuentwickeln, die Qualität zu sichern und die Produktion zu steigern.

Die Standards gelten für alle Fairtrade-Produkte gleichermaßen. Dabei ist es egal, wo sie später verkauft werden. Das bedeutet, dass ein Kunde sich ganz sicher sein kann, dass alle Produkte die identischen Anforderungen erfüllen, sobald sie das Siegel tragen – und zwar gänzlich unabhängig davon, ob er das Produkt im Weltladen, im klassischen Supermarkt, Fachgeschäft oder im Discounter findet. Unabhängig vom Verkaufsort erhalten alle Produzentinnen und Produzenten den Fairtrade-Mindestpreis und die Fairtrade-Prämie.

Weltläden sind die Fachgeschäfte für fairen Handel und erfüllen einen Bildungsauftrag bezüglich nachhaltigem Konsum und gerechtem Handel. Sie engagieren sich bundesweit auch bei der Kampagne Fairtrade-Towns.