Arthur E. Darboven

Fairtrade-Kaffee – eine Geschichte mit Happy End

"Auf der ganzen Welt gibt es hoch motivierte und engagierte Kaffeebauern. Viele Produzenten versuchen den Anbau, die Qualität, den Handel, die Rentabilität, das soziale Umfeld und die Ökologie in Einklang zu bringen. Dieses muss mit einem fairen Preis honoriert werden. Es kann nicht sein, dass sich der Erfolg des Abverkaufs über einen niedrigen Preis definiert. Ich sehe eine Zukunft in der Kaffeegenießer gerne faire Preise für gute Qualität bezahlen, womit jeder Bauer mit Stolz und Würde nicht nur seine eigene Familie ernähren kann, sondern auch Arbeitsplätze generiert, die Umwelt schützen kann, und den sozialen Frieden sichert. Das Konzept Fairtrade ist sicherlich nicht die Lösung aller Probleme, hat aber für einen riesigen Schritt nach vorne gesorgt. Mittlerweile haben viele Kaffeebauern aus der ganzen Welt Deutschland und Europa besucht. Bis 2025 haben hoffentlich viele Europäer die Bauern besucht und somit den bereits erzielten Fortschritt gesehen."

Zur Person

Arthur Ernesto Darboven ist im Januar 1964 in Hamburg geboren. Aufgewachsen ist er in Hamburg und El Salvador. Sein Vater stammt aus einer Hamburger Kaffeeröster Familie und seine Mutter aus einer Kaffeeproduzenten Familie in El Salvador. Schon jung erlebte Arthur Darboven die sozialen Misstände in El Salvador die letztlich zum Bürgerkrieg führten. Darboven hat in Boston, USA und Genf, Schweiz, studiert und bekam seine erste Anstellung nach dem Studium bei der Volcafe Tochter in Bogotá, Kolumbien. Als Geschäftsführer der Volcafe Tochter in Oaxaca, Mexiko, arbeitete er 1991 erstmals mit Kooperativen aus dem Fairtrade Umfeld. Später, um 2001, als er zurück in den Familienbetrieb nach Hamburg kam, erkannte er die Möglichkeit mit seinen Verbindungen zu Kooperativen in Lateinamerika den Fairtrade-Kaffee und die Geschichte der Kleinbauern in Fokus zu bringen. Seitdem ist Arthur Darboven im Nachhaltigkeitsumfeld sehr engagiert, berät den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg in deren Rat für Nachhaltige Entwicklungspolitik (RANEP) und nutzt jede Gelegenheit über seine Rohkaffeehandelsfirma, Benecke Coffee, Fairtrade Kaffee an seine Kunden zu verkaufen.

Zukunftskongress in Berlin

Wie sich der faire Handel – nicht nur mit Kaffee – weiterentwicklen soll, wird auf dem Zukunftskongress am 23. Mai in Berlin diskutiert werden. Unter dem Motto "Handel neu denken – 25 Jahre TransFair“ erarbeiten Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Medien Lösungsansätze für die bevorstehenden Herausforderungen. [mehr erfahren]