28. Januar 2014

Rosige Aussichten

Der Fairtrade-Rosenmarkt floriert. 2013 knüpfen die Absätze für faire Blumen an den Erfolg der Vorjahre an - zur Freude der Fairtrade-Rosenproduzenten.

Fairtrade-Standard für Plantagen verschärft
Der Fairtrade-Rosenmarkt floriert. 2013 knüpfen die Absätze für faire Blumen an den Erfolg der Vorjahre an. Nach ersten Hochrechnungen wurden etwa 320 Millionen Stiele verkauft. Mit einem Marktanteil von rund 24 Prozent sind Fairtrade-Rosen das erfolgreichste Fairtrade-Produkt am deutschen Markt. In mehr als 23.000 Verkaufsstellen finden Verbraucher faire Rosen. Von den Verkäufen profitieren die Beschäftigten auf Blumenfarmen: Sie erhalten sichere und gesunde Arbeitsbedingungen sowie eine Fairtrade-Prämie, die für Gemeinschaftsprojekte eingesetzt wird. Passend zum Start der Internationalen Blumen- und Pflanzenmesse (IPM) in Essen veröffentlichte Fairtrade International den überarbeiteten Standard für Plantagen, der die Rechte der Beschäftigten, beispielsweise auf Fairtrade-Blumenfarmen, weiter stärkt. Daniela Schadt unterstützt Fairtrade-Blumenaktionstage.

Positiver Trend hält an
Deutschland ist Weltmarktführer bei Fairtrade-Rosen, nirgends werden mehr fair gehandelte Blumen gekauft. Die gute Sichtbarkeit und hohe Verbreitung in verschiedenen Verkaufsstellen trägt zum Erfolg bei. Fairtrade-Rosen sind erhältlich bei rund 22.000 Lebensmitteleinzelhändlern und 1.300 Blumenfachgeschäften, darunter gut 1.000 Floristen. Verbraucher können im Online-Blumenfinder nach Anbietern in ihrer Nähe suchen.

Höhere Anforderungen an Fairtrade-zertifizierte Plantagen
Auf zertifizierten Blumenfarmen werden bereits jetzt strenge Richtlinien im Bereich Umwelt und Arbeitnehmerschutz umgesetzt: Die Pflanzen müssen so sparsam wie möglich bewässert und überschüssiges Wasser recycelt werden. Außerdem dürfen nur Pflanzenbehandlungsmittel eingesetzt werden, die umwelt- und gesundheitsverträglich sind. Die sozialen Kriterien reichen von festen Arbeitsverträgen über Schutzkleidung bis hin zu Mutterschutz. „Das sind Aspekte, die in Ländern wie Äthiopien oder Kenia alles andere als selbstverständlich sind“, so TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath. „Fairtrade stärkt die Verantwortungsübernahme der Beschäftigten. Sie entscheiden selbständig über die Fairtrade-Prämie. Die Neuerungen in den Standards verstärken diese Tendenz und stärken die Rechte der Arbeiter.“ Strenger sind die Anforderungen zur Gewerkschafts- und Versammlungsfreiheit; die Rechte von Wanderarbeitern wurden gestärkt. Verschärft wurde auch die Anforderung an Plantagen, für Ihre Beschäftigten existenzsichernde Löhne zu erreichen.

Daniela Schadt unterstützt Fairtrade
„Doppelt Freude schenken“ heißt das Motto für die kommenden „Blumentage“ Valentinstag am 14. Februar, Weltfrauentag am 8. März sowie Muttertag am 11. Mai. Denn Fairtrade erweitert die Symbolkraft der Rose. Fair gehandelt steht sie nicht nur für Liebe oder Wertschätzung: „Die Fairtrade-Rose steht symbolisch für Frauenrechte und starke Frauen. Menschenrechte gelten überall, sie sind universell und unteilbar. Und sie verdienen unseren besonderen Schutz“, so Daniela Schadt, Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, die Fairtrade unterstützt: „Am diesjährigen Weltfrauentag danke ich der Fairtrade Organisation TransFair e.V. für ihren unermüdlichen Einsatz für Frauenrechte weltweit.“ Im Rahmen des Weltfrauentags am 8. März machen Aktionsgruppen bundesweit auf Frauenrechte aufmerksam.

Informationen zu Veranstaltungen in Ihrer Nähe finden Sie auf unserer Website.