Fairtrade startet zwei Corona-Hilfsfonds

TransFair e.V. beteiligt sich mit 1 Mio. Euro

Zwei Hilfsfonds sollen Kleinbauern und Beschäftigte in der Corona-Pandemie unterstützen. Bild: Sean Hawkey / Fairtrade

•    Mehr als 3 Millionen Euro Startkapital
•    Corona hat massive Auswirkungen auf Kleinbauern und Arbeiter

Anlässlich des morgigen internationalen Tag des fairen Handels richtet Fairtrade als Reaktion auf die globale Corona-Pandemie zwei Unterstützungsfonds für Fairtrade-Produzenten ein: Einen Hilfsfonds für akute Sofortmaßnahmen sowie einen Resilienzfonds zur mittel- und langfristigen Unterstützung. Die beiden Fonds starten zusammen mit einem Grundkapital von rund 3,1 Millionen Euro – 1 Million davon hat TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland) beigesteuert.

Hilfsfonds für Sofortmaßnahmen

Der Fairtrade-Hilfsfonds stellt zunächst 2,1 Millionen Euro bereit. Damit sollen Masken sowie grundlegende Schutzausrüstung und medizinische Ausstattung bezahlt werden. Außerdem finanziert der Fonds gesundheitliche Aufklärungskampagnen, die Einrichtung von Gesundheitszentren oder er kompensiert Lohnverluste. Fairtrade hat den Fonds mithilfe von Beiträgen der nationalen Fairtrade-Organisationen eingerichtet.

Resilienzfonds bietet mittel- und langfristige Unterstützung

Der Hilfsfonds ist auf den unmittelbaren Bedarf ausgerichtet, aber es ist klar, dass die Pandemie auch extreme Auswirkungen auf die globalen Versorgungsketten und den globalen Handel hat. Um die mittel- und langfristigen Folgen der weltweiten Corona-Krise abzumildern, hat Fairtrade deshalb zusätzlich einen Resilienzfonds eingerichtet. Er ist aktuell mit rund einer Million Euro ausgestattet und soll Betrieben die Möglichkeit geben, ihre Produktion wiederaufzunehmen und in neue Technologien zu investieren. Die bisherigen Gelder für den Resillienzfonds stammen ebenfalls von den nationalen Fairtrade-Organisationen. „Wir suchen aber noch nach Partnern sowie weiteren Finanzierungsquellen, die uns helfen, diesen zukunftsorientierten Fonds auszubauen, um sicherzustellen, dass die Kleinbauern und Arbeiter sich von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise erholen können, während sie gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten aufbauen“, sagte Darío Soto Abril, CEO von Fairtrade International.