Fairtrade macht Schule

Ben ruft Schulen deutschlandweit zum Mitmachen auf und zeichnet die August-Sander-Schule zur ersten Fairtrade-School Berlins aus.

Berlin, 19. Juni: Fairtrade auf dem Stundenplan – die Kampagne „Fairtrade-Schools“ verankert das Thema Fairer Handel im Schulalltag und schafft bei Schülerinnen und Schülern Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung. Seit dem Kampagnenstart im Herbst 2012 wurden 59 Schulen mit dem Titel „Fairtrade-School“ ausgezeichnet.

Der Schwerpunkt lag zunächst auf Nordrhein-Westfalen, jetzt startet die Kampagne bundesweit durch: „Ab heute werden alle Schulen in Deutschland aufgerufen mitzumachen und den Fairen Handel mit tollen Aktionen zu unterstützen“, sagte Sänger und Moderator Ben. Er ist Pate der Fairtrade-Schools, gab in Berlin den bundesweiten Startschuss und zeichnete die August-Sander-Schule zur ersten Berliner Fairtrade-School aus. „Im Austausch mit Fairtrade-Schools erlebe ich, wie viele engagierte Menschen den Fairen Handel unterstützen. Insbesondere das tatkräftige Engagement der Schülerinnen und Schüler beeindruckt mich sehr.“

Erste Fairtrade-School in Berlin
„Fairtrade ist fester Teil unseres Schulalltags.“ sagte Reinhard Gleisberg, Schuldirektor der August-Sander-Schule, bei der feierlichen Auszeichnung seiner Schule zur ersten Fairtrade-School Berlins. Und Schülersprecher Mario Freier bestätigte: „Ob im Unterricht, in der Cafeteria oder im Lehrerzimmer – alle ziehen an einem Strang wenn es darum geht, den Fairen Handel zu unterstützen!“ Die Berufsschule mit sonderpädagogischer Ausrichtung engagiert sich nicht nur für Fairtrade. Sie wurde bereits zur „Schule ohne Rassismus“ ausgezeichnet und unterstützt durch regelmäßige Spendenaktionen soziale Projekte in Afrika. Ihren Titel feierte die frischgebackene Fairtrade-School mit einem bunten Fest rund um den Fairen Handel.

Mit Fairtrade-Kompass auf dem Weg zum Titel
Schulen, die den Titel „Fairtrade-School“ erreichen wollen, müssen fünf Kriterien erfüllen: Als ersten Schritt gründen Schüler, Lehrer und weitere Interessierte ein gemeinsames Fairtrade-Schulteam und sammeln Ideen, wo und wie mehr „Fairness“ in den Schulalltag einfließen kann. Anschließend erstellen sie in Abstimmung mit der Schulleitung einen Fairtrade-Kompass, an dem sich die Schule auf ihrem Weg zur Fairtrade-School orientiert. Dann kann es losgehen: An der Schule werden fair gehandelte Produkte zum Verkauf angeboten, Fairer Handel wird in verschiedenen Klassenstufen und Unterrichtsfächern behandelt und kreative Gemeinschaftsaktionen sorgen dafür, dass Fairtrade im Schulalltag keine Eintagsfliege ist und die Idee immer mehr Verbreitung findet.

TransFair begleitet Schulen zum Titel
Träger der Kampagne ist der Verein TransFair mit Sitz in Köln. Kampagnenstart war im Oktober 2012 Nordrhein-Westfalen, wo der Verein gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung inzwischen 34 Schulen auf ihrem Weg zum Titel begleitete. Auch über die Landesgrenzen hinweg ist das Interesse groß: In Baden-Württemberg wird die Kampagne vom Kultus- und Staatsministerium unterstützt und von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit koordiniert. Schulen in Rheinland-Pfalz bauen auf die Unterstützung der Ministerien für Bildungs-, Umwelt- und Entwicklungspolitik. Nun weitet TransFair sein Betreuungsangebot auf ganz Deutschland aus, damit noch mehr Schulen ein Zeichen für den Fairen Handel setzen können. Die Kampagne wurde von der Deutschen UNESCO-Kommission als „offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen
Auf der Fairtrade-Schools-Website finden Sie alle Informationen über die Kampagne.

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