Fairtrade bildet 100 Schülerexperten aus

Die erste Fairtrade-Schülerakademie in Niedersachsen startet.

Einen Tag lang konnten 100 Schülerinnen und Schüler in die Welt des fairen Handels eintauchen, mehr über Fairtrade erfahren und sich über den eigenen Schulhof hinaus vernetzen. Foto © Fairtrade / Thomas Langreder

  • Schüler tauchen einen Tag in die Welt des fairen Handels ein
  • Vernetzung über den eigenen Schulhof hinaus
  • 37 Fairtrade-Schools in Niedersachsen, bundesweit über 600   

Köln, 27. September: Wie wird die Kakaobohne zur Praline? Mit welchen Argumenten überzeugt man Kritiker vom fairen Handel? Und was macht eine gute Aktion für mehr Fairness aus? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gab es auf der ersten niedersächsischen Schülerakademie am 26. September in Hannover. Gemeinsam mit dem Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover, dem Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. und dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen hat TransFair 100 Schülerinnen und Schüler zum fairen Handel weitergebildet.

Vernetzung über den eigenen Schulhof hinaus

Einen Tag lang tauchten die Schüler in die Welt des fairen Handels ein und wurden mithilfe von Workshops, Trainings und Vorträgen zu Fairtrade-Schülerexperten ausgebildet. Als solche werden sie an ihren Schulen Workshops veranstalten, Vorträge halten oder Events zum fairen Handel organisieren. Zweimal im Jahr bietet die Fairtrade-Schülerakademie Engagierten die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu vernetzen. Bis zu sieben Schüler und eine Lehrkraft können pro Schule teilnehmen – vorausgesetzt, ihre Schule ist eine der über 600 Fairtrade-Schools.

Über 600 Schulen sind dabei 

Seit 2012 engagieren sich Schüler und Lehrer mit der Fairtrade-Schools-Kampagne bundesweit für einen gerechteren Handel. Über 600 Schulen machen mit und setzen sich gemeinsam für eine gerechtere Welt ein – 37 davon in Niedersachsen. Als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ trägt die Kampagne dazu bei, die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs), umzusetzen: Die Schulen verankern fairen Handel im Schulalltag und schaffen bei Schülern und Lehrkräften ein Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung. Für den Titel Fairtrade-School müssen sie fünf Kriterien erfüllen: Die Schüler müssen ein Schulteam gründen, das die Aktivitäten koordiniert. Außerdem muss sich die Schule offiziell zum fairen Handel bekennen und den Verkauf fair gehandelter Produkte an Kiosken und Schulkantinen sicherstellen. Neben Infoveranstaltungen oder Kreativworkshops sollen Themen des fairen Handels zudem im Unterricht behandelt werden. www.fairtrade-schools.de