Pressemitteilung

500. Fairtrade-Town in Deutschland!

Meilenstein der Kampagne Fairtrade-Towns des gemeinnützigen Vereins TransFair e.V.

Von der Nordseeinsel Langeoog über die sächsische Landeshauptstadt Dresden bis hin zum Luftkurort Sonthofen im Allgäu: Die Fairtrade-Towns-Kampagne ist ein bundesweiter Erfolg. Abbildung: Lisa Herrmann, Kampagnenleiterin

Die Kampagne Fairtrade-Towns des Vereins TransFair erreicht einen Meilenstein. Die thüringische Stadt Gotha erhält als 500. Stadt in Deutschland den Titel Fairtrade-Town. Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Schirmherr der Fairen Woche, gratuliert Gotha zur Auszeichnung: „Als Fairtrade-Town ausgezeichnet zu werden, ist ein großartiger Erfolg und zugleich Ansporn, noch mehr Kommunen in ihrer Verantwortung für nachhaltige Entwicklung zu bestärken. Viele deutsche Kommunen sind Vorreiter für fairen Handel und nachhaltige öffentliche Beschaffung. Sie haben erkannt: Fairer Handel ist der beste Garant für wirtschaftlichen Fortschritt in Entwicklungsländern.“

Faire Städte von der Nordsee bis zum Allgäu

Kommunen in ganz Deutschland engagieren sich für den fairen Handel. Von der Nordseeinsel Langeoog über die sächsische Landeshauptstadt Dresden bis hin zum Luftkurort Sonthofen im Allgäu nutzen Fairtrade-Towns den Titel für ihre lokale Arbeit. Gotha, die fünftgrößte Stadt Thüringens, ist die 500. Fairtrade-Town in Deutschland. Oberbürgermeister Knut Kreuch erklärt: „Gotha vereint täglich Historie und Zukunft. Geschichtsträchtige Wurzeln geben uns eine einzigartige Perspektive, vereint mit der wegweisenden Verpflichtung zur 500. Fairtrade-Town.“

Engagement der Kommunen in Deutschland

Für die Auszeichnung zur Fairtrade-Town müssen fünf Kriterien erfüllt werden, die den fairen Handel auf die kommunale Agenda setzen. In engagierten Kommunen arbeiten Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft erfolgreich zusammen uns stoßen gemeinsame Projekte an. Vorstandsvorsitzender von TransFair Dieter Overath sagt: „Tausende Menschen in den Kommunen setzen sich mit viel Kreativität und Ausdauer für den fairen Handel ein und beweisen, dass lokales Engagement viel bewirken kann. In Sachen öffentliche Beschaffung motiviert die Kampagne, auch beim Einkauf der Kommunen auf fairen Handel zu setzen.“

Aktionsvielfalt in Kommunen kennt keine Grenzen

Seit dem Kampagnenstart im Jahr 2009 findet der faire Handel einen festen Platz bei kommunalen Ereignissen. Kommunen verbinden Hansetage und Inselfeste mit fairen Aktionen, faire Fußbälle werden bei Sportveranstaltungen verwendet, faire Kulturcafés, Kinoabende und Festivals verbinden den fairen Handel mit Kultur und im Karneval wird faires Wurfmaterial eingesetzt. Schulen führen Projektwochen durch und Universitäten bieten Ringvorlesungen zum fairen Handel an. Dabei schauen Fairtrade-Towns über den Tellerrand der Stadtgrenzen und es entstehen ganze Fairtrade-Regionen, wie etwa die faire Metropople Ruhr oder die Metropolregion Nürnberg.

Fairtrade-Towns rund um den Globus

Die internationale Kampagne Fairtrade-Towns begann 2000 in England. Inzwischen gibt es weltweit rund 2.000 Fairtrade-Towns in 36 Ländern – darunter Brüssel, Rio de Janeiro, San Francisco und Kopenhagen. Neben der Vernetzung von Kommunen innerhalb einzelner Länder gibt es auch länderübergreifenden Austausch und Städtepartnerschaften mit Ländern des Südens zum fairen Handel.

Nachhaltige Entwicklung

Fairer Handel ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Die Kampagne Fairtrade-Towns zeigt die Verantwortung der Kommunen für nachhaltigen Konsum, die den Grundstein für nachhaltige Entwicklung auf globaler Ebene legen. Besonders in der öffentlichen Beschaffung können Kommunen dazu beitragen, Nachhaltigkeit zu fördern und damit auch die globale Entwicklung positiv beeinflussen. Fairer Handel wirkt sich auf die sozialen, ökologischen und ökonomischen Dimensionen von Nachhaltigkeit aus und kommt den Ländern des globalen Südens zugute.

Die Auszeichnungsfeier findet im Rahmen der Fairen Woche 2017 statt. Die Faire Woche ist die bundesweit größte Aktionswoche zum Fairen Handel. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto: Wirtschaftliche Perspektiven für die Produzent*innen im Globalen Süden.

Kontakt

Lisa Herrmann
Leitung Kampagnen, Fairtrade-Towns
TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland)
Remigiusstraße 21 | 50937 | Köln
Telefon: +49 (221) 94 20 40 85
E-Mail: l.herrmann@fairtrade-deutschland.de