28. August 2014

1. Hamburger Fairtrade-School

Die Stadtteilschule Eidelstedt wurde für ihr Engagement im Fairen Handel ausgezeichnet.

Hamburg, 28. August: Fairtrade auf dem Stundenplan – die Kampagne „Fairtrade-Schools“ verankert das Thema Fairer Handel im Schulalltag und schafft bei Schülerinnen und Schülern Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung. Seit dem Kampagnenstart im Herbst 2012 wurden bundesweit über 70 Schulen mit dem Titel „Fairtrade-School“ ausgezeichnet. Ab heute gibt es auch eine Fairtrade-Schule in Hamburg.

Das Fairtrade-Schulteam gibt den Weg vor

Schulen, die den Titel „Fairtrade-School“ erreichen wollen, müssen fünf Kriterien erfüllen: Als ersten Schritt gründen Schüler, Lehrer und weitere Interessierte ein gemeinsames Fairtrade-Schulteam und sammeln Ideen, wo und wie mehr „Fairness“ in den Schulalltag einfließen kann. Anschließend erstellen sie in Abstimmung mit der Schulleitung einen Fairtrade-Kompass, an dem sich die Schule auf ihrem Weg zur Fairtrade-School orientiert. Dann kann es losgehen: An der Schule werden fair gehandelte Produkte zum Verkauf angeboten, Fairer Handel wird in verschiedenen Klassenstufen und Unterrichtsfächern behandelt und kreative Gemeinschaftsaktionen sorgen dafür, dass Fairtrade im Schulalltag keine Eintagsfliege ist und die Idee immer mehr Verbreitung findet.

Erste Fairtrade-School in Hamburg

„Der Faire Handel wird an unserer Schule schon seit vielen Jahren unterstützt. Daher sind wir stolz, als erste Schule in Hamburg den Titel „Fairtrade-School“ tragen zu dürfen. Wie wichtig für Schülerinnen und Schüler solch ein Engagement ist, habe ich selber als Schüler erfahren. Damals führte mein Lehrer mich als 12Klässler in den Eine-Welt-Laden Nordhorn ein", so Hayo Hayunga, Schuldirektor der Stadtteilschule Eidelstedt. Das Schulteam „Eyfair!“ koordiniert die Fairtrade-Aktivitäten, am Schulkiosk gibt es Fairtrade-Produkte zu kaufen und im Lehrerzimmer wird Kaffee aus Fairem Handel getrunken. Und auch im Unterricht sowie bei Schulaktionen steht der Faire Handel im Vordergrund.

TransFair begleitet Schulen zum Titel

Träger der Kampagne ist der Verein TransFair mit Sitz in Köln. Am 18. Juni 2014 fand der bundesweite Start mit einer Auszeichnung in Berlin statt. In ganz Deutschland können Schulen nun ein Zeichen für den Fairen Handel setzen. Die Kampagne wurde von der Deutschen UNESCO-Kommission als „offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Faire Woche und Banana Fairday

Den Höhepunkt der diesjährigen Fairen Woche, 12.-26. September, bildet der so genannte Banana Fairday am 26. September. Mit diesem Kampagnentag möchte TransFair die Akteure innerhalb der Bananenlieferkette dazu aufrufen, sich für eine nachhaltige Produktion und faire Handelsbedingungen im Bananensektor einzusetzen. Denn für den Bananenanbau steht es 5 vor 12, unter anderem aufgrund der immer billiger werdenden Preise. Der Hamburger Hafen ist bundesweit der größte Umschlagplatz für Bananen. Daher wird das zentrale Event auch in der Hansestadt, am Michel, stattfinden. Alle Hamburger sind eingeladen, um 5 vor 12 dabei zu sein, wenn TransFair die größte Turmuhr Deutschlands  mit einem Banner verhüllt.

Weiterführende Links zum Thema:

Informationen zur Kampagne Fairtrade-Schools: www.fairtrade-schools.de
Informationen zum Banana Fairday: www.banana-fairday.de