Weltbananentag: Preisdumping bleibt ein Problem

Zum Weltbananentag macht sich das Aktionsbündnis für Nachhaltige Bananen stark für existenzsichernde Einkommen für BananenproduzentInnen und mehr Investitionen in den Umweltschutz.

Zum Weltbananentag betont das ABNB die absolute Notwendigkeit, die Einkommen der KleinbäuerInnen und Löhne der ProduzentInnen und PlantagenarbeiterInnen zu verbessern. Foto: © Compagnie Fruitiere

Das Bündnis fordert andere Unternehmen auf sich anzuschließen und gemeinsam den Bananensektor nachhaltiger zu gestalten. Das anhaltende Preisdumping im Bananensektor in Deutschland und Europa wird von den Mitgliedern des Aktionsbündnis für Nachhaltige Bananen (ABNB) mit größter Sorge beobachtet. Zum heutigen Weltbananentag betont das ABNB die absolute Notwendigkeit, die Einkommen der KleinbäuerInnen und Löhne der ProduzentInnen und PlantagenarbeiterInnen zu verbessern, die sozialen Standards zu erhöhen und in Umweltschutz und Schutz der Biologischen Vielfalt zu investieren.

Übergeordnetes Ziel des ABNB ist es, langfristig alle Bananen, die auf dem deutschen Markt vertrieben werden, entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette nachhaltiger zu produzieren. Somit werden Menschenrechte geachtet und Umweltschutz gefördert. Das ABNB fordert weitere deutsche Unternehmen auf, sich diesem Ziel anzuschließen.

Deutschland ist in Europa eines der größten Abnehmerländer von Bananen, denn die Deutschen lieben Bananen. Supermärkte bieten sie immer häufiger zu extrem niedrigen Preisen an, um die tropische Frucht noch attraktiver für die KonsumentInnen zu machen. Und das, obwohl Bananen vom anderen Ende der Welt stammen.

Bereits im Oktober 2018 haben BananenproduzentInnen und PlantagenarbeiterInnen aus Ecuador, Kolumbien und Costa Rica das Preisdumping in deutschen Supermärkten kritisiert. In einem offenen Brief schrieben sie, dass durch weitere Preissenkungen Arbeitsplätze zerstört werden und die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards unmöglich sei. Das ABNB unterstützt den Appell der ProduzentInnen und veröffentlichte eine Stellungnahme.

Die zivilgesellschaftlichen Organisationen SÜDWIND, WWF, Global Nature Fund und Transfair e.V. (Fairtrade Deutschland) sowie die Unternehmen Fyffes und Kaufland stehen im Aktionsbündnis für Nachhaltige Bananen im Dialog, um die sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der Bananenwertschöpfungskette zu verbessern. Die Bundesregierung fördert diese Zusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationen und der Privatwirtschaft. Ein Ziel des ABNB ist es, in Zusammenarbeit mit den Partnern entlang der Wertschöpfungskette, die Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die Löhne in den Produktionsländern zu verbessern. Langfristig wird die Zahlung von mindestens existenzsichernden Löhnen angestrebt. Nachhaltige Bananenproduktion erfordert die Deckung anfallender Kosten für Sozial- und Umweltstandards. Sie achtet Menschen- und Arbeitsrechte, fördert Umweltschutz sowie Biodiversität und schafft eine langfristige wirtschaftliche Perspektive für alle Beteiligten.

Pressemitteilung des ABNB