Niederländische Zentralbank stellt auf Fairtrade- und Bio-Baumwolle um

Die niederländische Zentralbank hat beschlossen ihre Euro-Banknoten so gut wie möglich auf Fairtrade- und Bio-Baumwolle zu drucken. Bereits 2019 sollen alle Banknoten zu 100 Prozent aus nachhaltigen Baumwollefasern bestehen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) überwacht die Produktion neuer Banknoten und legt fest, welche Zentralbank wie viele Banknoten bestellen muss. Jedes Jahr bewertet die EZB zunächst, wie viele Banknoten von welchen Stückelungen benötigt werden. Dann werden alle Zentralbanken angewiesen, den Druck von bestimmten Stückelungen zu übernehmen. So hat die Bundesbank 2017 eine Milliarde Euro 50-Euro-Scheine erstellt. Die EZB legt auch fest, welche Druckereien zum Drucken von Euro-Banknoten berechtigt sind.

Fairtrade- und Bio-zertifizierte Baumwolle für Euro-Banknoten

Banknoten bestehen aus Baumwolle bzw. aus Kämmmaterial. Diese kurzen Fasern verbleiben, wenn Baumwolle zu Garn gesponnen wird. Die niederländische Zentralbank hat vor nachhaltige Baumwolle für die Produktion von Euro-Banknoten einzusetzen. Im Jahr 2017 sollten 70 Prozent aller Banknoten aus nachhaltiger Baumwolle hergestellt werden: Bio- und/oder Fairtrade-zertifiziert. Bei Fairtrade profitieren die Produzentinnen und Produzenten von einem kostendeckenden Mindestpreis und zusätzlichen Prämie für Gemeinschaftsprojekte.

Banknoten aus den Niederlanden bis 2019 komplett aus nachhaltiger Baumwolle

Die DNB (De Nederlandsche Bank) strebt an, bis 2019 100 Prozent nachhaltige Banknoten zu produzieren. Derzeit wird der Einsatz von nachhaltig produzierten Baumwoll-Linter in der Banknotenproduktion geprüft. Baumwolllinter sind feine, seidige Fasern, die nach dem Entkörnen an den Samen der Baumwollpflanze haften und sorgen für klare Wasserzeichen in den Banknoten.

Bildnachweis: TaxRebate.org.uk