Klimaschule eröffnet!

Das asiatische Fairtrade-Produzentennetzwerk (NAPP) bereitet seine Mitglieder mit neuen Wetterstationen und mobiler App auf die Folgen des Klimawandels vor.

Das asiatische Fairtrade-Produzentennetzwerk (NAPP) eröffnet eine Klimaschule, um Kleinproduzent*innen auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Bild: © NAPP

Am 27. November wurde die NAPP-Klimaschule offiziell mit der Installation von fünf Wetterstationen in fünf Fairtrade-Produzentenorganisationen sowie einem Workshop zur Messung des Klimawandels eröffnet. Das Ziel ist es, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern durch Schulungen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu unterstützen.

Die drei Phasen des Projekts

Die erste Phase umfasst die Installation der "Wetterstationen" und das "Monitoring" in Vietnam, Indonesien, Indien und Laos in mehr als 12 Produzentenorganisationen. Das Projekt wird in den kommenden Jahren schrittweise auf andere Länder ausgeweitet.

Die Wetterstationen ermöglicht die Erfassung relevanter Klimadaten in den landwirtschaftlichen Betrieben, um Bedrohungen zu erkennen und dadurch besser auf die Veränderungen des Klimas vorbereitet zu sein.

Eine mobile App ermöglicht es der NAPP, wichtige Daten von allen Produzent*innen in Echtzeit zu erheben und zu analysieren. Es ermöglicht die Erhebung von Eckdaten über landwirtschaftliche Betriebe (Produktvielfalt, Bodenart usw.) und gibt den Produzentenorganisationen einen wichtigen Überblick über ihre Betriebe sowie fachkundige Beratung und Betreuung.

Die zweite Phase beinhaltet die Einrichtung von "Farmer Field Schools/Demonstrations" in den Produzentenorganisationen, in denen die Wetterstationen installiert sind, um Strategien zur Klimaanpassung vorzustellen.

In der dritten Phase soll ein  „Klimaportal“ eingerichtet werde. Auf dieser Plattform soll ein Wissensaustausch zwischen allen Fairtrade-Produzenten stattfinden.

Das Video der NAPP veranschaulicht die drei Phasen des Projekts und informiert zusätzliche über die Eröffnung der Klimaschule.

Bedrohung der Existenzgrundlage von Kleinproduzent*innen

Bedingt durch den Klimawandel werden extreme Wetterereignisse immer häufiger und auch zukünftig weiter zunehmen. Dürren, Stürme oder Überschwemmungen können in kürzester Zeit die Lebensgrundlage von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zerstören. Daher stellt der Klimawandel eine der größten Bedrohungen für die Existenz viele Produzent*innen im asiatisch-pazifischen Raum dar. Weltweit wird der Finanzierungsbedarf für die Anpassung an den Klimawandel in den Ländern des globalen Südens bis 2050 auf 100 Milliarden Dollar jährlich geschätzt.

Fairtrade hat sich den Klimaschutz zu einer der Hauptaufgaben gemacht. Um dem Klimawandel langfristig entgegenzuwirken, baut Fairtrade auf zwei Säulen: Die Menge der Treibhausgasemissionen zu reduzieren und Produzentenorganisationen bei der Anpassung an die Auswirkungen von Klimaveränderungen zu unterstützen.