Fairtrade Africa gestärkt

Die Übernahme der Produzentenbetreuung durch Fairtrade Africa ist abgeschlossen. Das Produzenten-Netzwerk profitiert nun von erweiterten Möglichkeiten des Fairtrade-Systems.

Seit ihrer Gründung vertritt das Produzenten-Netzwerk Fairtrade Africa  die afrikanischen Bauern und Arbeiter im Fairtrade-System, um sicherzustellen, dass die Fairtrade-Standards und Richtlinien praktikabel sind und die Bedürfnisse der Produzenten widerspiegeln. Neu hinzu kommt nun die Unterstützung der Produzenten bei technischen, organisatorischen oder finanziellen Fragen. Durch diese Arbeit, die bislang hauptsächlich durch die bei Fairtrade International angestellten Liason Officers erfolgte, tragen die Netzwerke wesentlich zur ländlichen Entwicklung bei. Ein relevanter Teil der Unterstützung vor Ort sind zum Beispiel Fortbildungen und Trainings um die einzelnen Produzentengruppen in die Lage zu versetzen, fundierte Anbau- und Verkaufsentscheidungen zu treffen und auf die Risiken der sehr instabilen Märkte besser reagieren zu können. Diese Art des „Empowerment“ (Stärkung) befähigt die Produzenten dazu, sich Gehör zu verschaffen und Entscheidungen zu beeinflussen – nicht nur innerhalb des Fairtrade-Systems, sondern auch in ihrem lokalen Umfeld.

Die Übernahme im Einzelnen:

Die Übernahme der Abteilung Producer Services Relations durch Fairtrade Africa wurde diesen Sommer abgeschlossen. Damit hat Fairtrade Africa seine strategische Richtung festgelegt  und seine Position im Fairtrade-System gestärkt. Das Service Agreement sowie das Data Transfer Agreement zwischen Fairtrade Africa und Fairtrade International, bietet dem Produzentennetzwerk und den angehängten Organisationen mehr Möglichkeiten. Dazu gehören zum Beispiel projektspezifische Unterstützung, Workshops, Evaluationen von Investitionen oder Unterstützung von Korrekturmaßnahmen. Durch das Data Transfer Agreement haben die Produzentenorganisationen nun Zugriff auf Datenbanken innerhalb des Fairtrade-Systems.

Gleichzeitig etabliert sich Fairtrade Africa und entwickelt sich weiter:

Die regionalen Büros werden aufgebaut, Arbeitsbereiche werden neu zugeteilt und geordnet, die Produzentengruppen in Afrika bekommen als Mitglieder von Fairtrade Africa eine neue, aktivere Rolle, denn sie sollen mitreden,  Kandidaten für die Vorstände der vier Regionalen Netzwerke (Nord, West, Süd, Ost) einbringen und lokale Projekte aufbauen.  
Trotz dem Organisationsaufbau muss die reguläre Arbeit weiterlaufen, Services für alle Produzentengruppen, Umsetzung des neuen Hired Labour Standards (Standards für Lohnabhängige Beschäftigte) sowie Beratung dazu. Da die Perspektive der Produzentennetzwerke immer gefragter ist, kommt die  Teilnahme an immer mehr internationalen Fairtrade Arbeitsgruppen hinzu.
Für Fairtrade Africa stellt die Unterzeichnung beider Abkommen einen Meilenstein dar, da sie zur Verbesserung und Effektivität des Netzwerkes beiträgt.

Weiterführender Link:

Website von Fairtrade Africa