Die Preise lügen

Warum uns billige Lebensmittel teuer zu stehen kommen und wie man das Problem zukünftig lösen kann, zeigt ein am 26. Februar 2018 erscheinendes Buch.

Ab dem 26. Februar 2018 ist „Die Preise lügen. Warum uns billige Lebensmittel teuer zu stehen kommen“ im Handel und online erhältlich.

Wenig Geld für viel Lebensmittel – daran hat man sich beim Einkauf hierzulande mittlerweile gewöhnt. Die wenigsten Endverbraucher jedoch machen sich Gedanken darüber, wie diese niedrigen Preise überhaupt zustande kommen können. Denn unsere Umwelt, die Menschen in den Produktionsländern sowie zukünftige Generationen sind es, auf deren Kosten wir derzeit zu nie so günstig gewesene Lebensmittel konsumieren.
Doch auch diese uns scheinbar nicht direkt tangierenden Missstände holen uns irgendwann wieder ein – und um genau diesen Zusammenhang geht es in dem am 26. Februar 2018 Oekom-Verlag erscheinenden Buch „Die Preise lügen. Warum uns billige Lebensmittel teuer zu stehen kommen“.

Hintergrundwissen zu Billig-Lebensmitteln in 13 Beiträgen

In insgesamt 13 Beiträgen bietet das Buch einen ausführlichen Überblick über die Facetten von Billig-Lebensmitteln und übt sachkundige Kritik am gegenwärtigen Zustand. Zudem werden verschiedene Modelle und konstruktive Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, um die Folgekosten konventionell produzierter Lebensmitteln zukünftig zu berücksichtigen und so für mehr Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu sorgen. Der Fokus liegt dabei auf den sogenannten „True Cost Accounting“-Ansätzen, die nicht nur die finanziellen Werte innerhalb eines Unternehmens, sondern auch das globale soziale und natürliche Kapital berücksichtigen und diese Folgekosten realistisch abbilden. Denn nur so kann ein gerechtes und zukunftsfähiges Preissystem etabliert werden.

„True Cost Accounting“-Ansätze als Lösungsvorschlag

 Die verschiedenen Autoren erörtern in „Die Preise lügen. Warum uns billige Lebensmittel teuer zu stehen kommen“ diverse Aspekte des derzeitigen sowie eines potenziellen zukünftigen Systems. So erklärt beispielsweise der Vordenker der Gemeinwohlökonomie-Bewegung Christian Felber, wie Gemeinwohl-Bilanzen ethisches Handeln fördern können und der Ökolandbau-Vorreiter Patrick Holden bilanziert die Gesundheitskosten, die durch das jetzige Nahrungsmittelsystem entstehen. Darüber hinaus untersucht Minou Yussefi-Menzler von der Stiftung Ökologie und Landbau, welche Folgen der Pestizideinsatz für unser Trinkwasser darstellt und Vandana Shiva, die Trägerin des alternativen Nobelpreises, zeigt die Kosten der industriellen Landwirtschaft in Indien auf.  
Die beiden Herausgeber des Buches, Volkert Engelsman und Bernward Geier, sind ebenso wie sämtliche Co-Autor*innen Männer vom Fach. Der Ökonom Volkert Engelsman ist Mitbegründer des Bio-Unternehmens EOSTA und des Rückverfolgungssystems »Nature & More«. Er betreibt aktuell die Kampagne »Die wahren Kosten von Lebensmitteln«.
Bernward Geier ist Aktivist, Filmemacher, Journalist und Buchautor. In der Vergangenheit forschte er als Agrarwissenschaftler am Institut für Biolandbau an der Uni Kassel. Zudem war er 18 Jahre Direktor des Weltdachverbands der biologischen Landbaubewegung (IFOAM).

„Die Preise lügen. Warum uns billige Lebensmittel teuer zu stehen kommen“ erscheint beim Oekom-Verlag und ist ab dem 26. Februar 2018 erhältlich im Buchhandel, als E-Book und unter www.oekom.de. 168 Seiten, Paperback. ISBN 978-3-96238-006-9. 16,00 Euro.