Chocri setzt auf Fairtrade-Kakao

Die Berliner Schokoladenmanufaktur chocri hat ihr komplettes Sortiment auf das Fairtrade-Kakaoprogramm umgestellt.

Nach Angaben des Unternehmens umfasst das Sortiment von chocri rund 500 Schokoladen-, Pralinen- und Saison-Artikel, als auch bis zu 160.000 von Hand individualisierte Tafelschokoladen, die ab sofort alle ausschließlich nach den Maßgaben des Fairtrade-Kakaoprogramms hergestellt werden. Der geschäftsführende Gesellschafter der chocri GmbH Michael Bruck begründet diese positive Entwicklung so: „Fairness gehört für uns zum Genuss einfach dazu. Das haben wir die letzten Jahre mit einer UTZ-Zertifizierung umgesetzt und möchten es jetzt mit dem sortimentsweiten Wechsel auf das Fairtrade-Kakaoprogramm noch intensivieren.“

Die Vorteile von Fairtrade-Kakao

Der Kakaoanbau ist für über 5,5 Millionen Bäuerinnen und Bauern im globalen Süden die Haupteinnahmequelle und sichert insgesamt den Lebensunterhalt von über 14 Millionen Menschen. Vor Einführung des Kakaoprogramms (Einführung im Jahre 2014) wurden nur 1,2 Prozent des Kakaos weltweit unter Fairtrade-Bedingungen verkauft, sodass nur wenige Menschen von den Vorteilen des Kakaoprogramms profitieren konnten. Das Fairtrade-Kakaoprogramm setzt an diese Stelle an. Für die knapp 180.000 Fairtrade-Kakaobäuerinnen und Bauern weltweit bedeutet der faire Handel nach Fairtrade-Standards ein stabileres Einkommen und zusätzliche Einnahmen (Fairtrade-Prämie), die sie in Projekte ihrer Wahl anlegen können, wie z.B. in den Bau von Schulen, die Anschaffung von Maschinen und sonstiger Ausrüstung, und in die Qualitätssteigerung ihrer Ernten.

Das Fairtrade-Kakao-Programm

Mit Hilfe des Fairtrade-Kakaoprogramms können Unternehmen große Mengen an Fairtrade-Kakao bei zertifizierten Produzenten einkaufen. Zum Beispiel den gesamten Kakao für die Produktion ihrer Schokoriegel, Kuchen oder Kekse. Unternehmen können sich alternativ auch dazu verpflichten, einen bestimmten Anteil ihres gesamten Kakaos von Fairtrade-Kooperativen zu beziehen. Zum Beispiel zehn Prozent, 30 Prozent oder sogar 100 Prozent der eingesetzten Kakaomenge. Dies ist eine neue Möglichkeit für die Zusammenarbeit von Unternehmen und Fairtrade. Es geht in erster Linie um den Rohstoffeinkauf und nicht wie bisher um die Zertifizierung von Endprodukten, z.B. einer Tafel Schokolade, mit dem Fairtrade-Siegel.

Fairtrade-Programm-Partner

Weitere Partner für das Fairtrade-Kakaoprogramm sind unteranderem auch Ferrero, Lambertz und Ritter Sport. Das Fairtrade-Programm umfasst neben dem Kakaoprogramm auch noch das Zucker- und Baumwollprogramm.