Die Zucker-Kooperative APOYA in Costa Rica

Die Asociación de Productores y Orgánicos Agrosostenibles (APOYA) wurde im Mai 2013 in Costa Rica gegründet, etwa 70 km östlich der Hauptstadt San José. Die Kooperative von Kleinbauern aus der Region hat sich zusammengeschlossen, um gemeinsam Zuckerrohr unter Bio-Standards zu bewirtschaften. Seit Juli 2014 ist die Kooperative Fairtrade-zertifiziert.

Die Zucker-Kooperative APOYA in Costa Rica

Brauner Rohrohrzucker ist ein traditionelles Produkt aus Costa Rica, neben Kaffee und Gewürzen.

APOYA


Pavones, Provinz Cartago
Costa Rica

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Mit nur 42 Mitgliedern ist die Organisation APOYA noch klein, aber es gibt Wachstumspotential in der Region. Einzelne Mitglieder besitzen eine Kaffeeplantage, einige sind auf den Anbau von Zuckerrohr spezialisiert. Von insgesamt 23 Hektar Zuckerrohrfeldern werden bereits 13 Hektar Zucker mit zertifiziertem Bio-Zuckerrohr bepflanzt. Zur Erfüllung der Bedingungen für die Fairtrade- und Bio-Zertifizierung waren externe Berater der Fairtrade-Licensing-Organisation (FLO) mit wertvollen Schulungen und Weiterbildungen behilflich.


Bio-Anbau mit Expertise

Das tropische Klima in der Region von Turrialba bietet ausreichend Feuchtigkeit, um Zuckerrohr das ganze Jahr über ohne Unterbrechung anzubauen. Die Erntezeit ist abhängig von Zuckergehalt und Reife. Die ca. 2 Meter hohen Zuckerpflanzen werden nicht wie bei konventionellem Anbau vor der Ernte verbrannt, sondern von Hand geschnitten. Die Halme werden dabei direkt über dem Boden und knapp unter den zuckerlosen Blättern abgeschnitten.Die Blätter bleiben als Mulch auf dem Feld liegen, sie dienen als Bio-Dünger und zum Schutz vor Erderosion. Auch die Schädlingsbekämpfung erfolgt nach Bio-Richtlinien auf ökologische Art.

In Partnerschaft mit der lokalen, familiengeführten Raffinerie Assukkar S.a., kann das Zuckerrohr direkt in Costa Rica weiterverarbeitet und für den Export veredelt werden.


Nachhaltigkeit bringt langfristigen Mehrwert

Zu den langfristigen Zielen der Kooperative gehört die Förderung der biologischen und nachhaltigen Produktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, damit Menschen, Kultur und Wirtschaft in der Turrialba-Region profitieren und die Familien der APOYA Mitglieder ein besseres Leben führen können.

Um diese Ziele zu erreichen, möchte APOYA sich zu einer anerkannten und beispielhaften Vereinigung auf nationaler Ebene entwickeln, die mit einer ausgezeichneten Organisationsstruktur und der herausragenden Qualität ihres Managements überzeugt. Diese Motivation, die auch durch die Fairtrade-Standards gestützt wird, soll Bewusstsein für nachhaltigen, fairen Handel sowie Umweltschutz und die Erhaltung der Ökosysteme ermöglichen und fördern.


Fairer Handel für die Menschen in der Region

APOYA bietet ihren Mitgliedern Möglichkeiten, nachhaltig zu produzieren und stärkt ihre Position bei der Vermarktung und beim Verkauf ihrer Produkte zu fairen Preisen. Die Kooperative entwickelt alternative Anbaumethoden, schult ihre Mitglieder in verantwortungsvoller, ökologischer Landwirtschaft und lehrt Respekt für das Land und die natürliche Umwelt. Das führt nicht nur zu einem Mehrwert durch höhere Produktqualität, auch die Attraktivität der Region für den Tourismus wird damit verbessert.

Mit den zusätzlichen Einnahmen durch die Fairtrade-Prämie leistet die Kooperative nicht zuletzt auch einen Beitrag zur langfristigen Gesundheit der Familien und zur finanziellen Stärkung der Gemeinden in der Region.

 

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