Coocafe aus Costa Rica

Im Norden Costa Ricas, in Santo Dominigo, befindet sich die Cooperativa del Café, kurz: Coocafe. Die Organisation ist ein Zusammenschluss von Kaffeekooperativen wie etwa der COOPE PILANGOSTA R.L. und wurde 1988 von fünf Kooperativen gegründet. Ziel der Organisation war es von Anfang an, die Bedingungen der Kaffee anbauenden Kleinbauern und -bäuerinnen in Costa Rica zu verbessern.

Bereits seit 1989 arbeiten die Mitglieder mit Fairhandels-Organisationen in Europa zusammen, seit 1995 ist der Kooperativenzusammenschluss Fairtrade-zertifiziert. Heute profitieren von Coocafe rund 15.000 Menschen.

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Coocafe aus Costa Rica

Apartado Postal 2296-4050
Alajuela
Costa Rica

Homepage
Coocafe ist ein Zusammenschluss der neun Kaffeekooperativen Coopemontes del Oro, Coopetila, Coope El Dos, Coopepilangosta, Coopecerro Azul, Coopesarapiqui, CoopeSanta Elena, Coopabuena und Coopellanobonito. Sie umfassen insgesamt rund 3.500 Mitglieder - darunter etwa 250 Frauen.

Sieben dieser Kooperativen liegen in den nördlichen Staaten Guanacaste, Puntarenas und Heredia. Zwei der Kooperativen befinden sich im Süden des Landes: Eine im Staat San José und die andere in Süd-Puntarenas. Alle Mitglieder produzieren zusammen in jedem Jahr über 4000 Tonnen Arabica-Kaffee. Etwa 80 Prozent davon werden exportiert. Coocafe übernimmt für seine Mitglieder die Weiterverarbeitung und den Export der Kaffee-Ernten. Außerdem repräsentiert die Organisation ihre Mitglieder nach außen und vertritt die Belange der Kleinbauernfamilien. So verfügt Coocafe über Repräsentanten in allen Kaffee-Gremien Costa Ricas und vertritt die Perspektive der Kleinbauern vor der International Coffee Organization (ICO).

 

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Besser geht's mit Fairtrade

Coocafe hat zwei Stiftungen ins Leben gerufen, die durch die Gelder der Fairtrade-Prämien unterstützt werden: Die Hijos del Campo (übersetzt: Kinder vom Land), die sich für Bildungsprojekte in ländlichen Regionen einsetzt und die Stiftung Café Forestal, durch die sozial-ökonomische Vorhaben sowie Umweltprojekte gefördert werden.

Durch die Stiftung Hijos del Campo konnten bislang Stipendien an 6.700 Jungen und Mädchen verliehen werden, die nun eine weiterführende Schule oder die Universität besuchen können. Über 200 Schulen wurden mit Geldern aus der Fairtrade-Prämie neu gegründet. Zudem wurde die Renovierung und Verbesserung von 70 örtlichen Schulen finanziert.

 

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Auch auf den Schutz der Umwelt wird bei Coocafe großen Wert gelegt. So gab die Stiftung Café Forestal die Konstruktion neuartiger Wassertanks in Auftrag und ließ Barrieren anfertigen, die die Bodenerosion verhindern sollen. Auch in die Wiederaufforstung zum Schutz vor Bodenerosion wurde investiert: Mehr als 5.000 Hektar wurden bislang aufgeforstet. Um Wasser zu sparen, wurde eine neue, wassersparende Verarbeitungsanlage angeschafft.

Ein weiteres, wichtiges Anliegen von Coocafe ist es, ihren Mitgliedern die Umstellung auf nachhaltige und biologische Anbaumethoden zu ermöglichen. Bislang konnten rund 500 Hektar auf biologischen Anbau umgestellt werden. So bauen die Kooperativen Coopemontes del Oro, Coopepilangosta und Coope El Do heute ausschließlich Bio-Kaffee an - etwa 45 Tonnen in jedem Jahr. Auch die meisten anderen Kooperativen, die Mitglied bei Coocafe sind, befinden sich derzeit im Umstellungsprozess. Zudem verwenden alle Kooperativen ausschließlich organische Düngemittel. Aber auch die Biodiversität wird gefördert, um die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten der Region zu erhalten und so das sensible Ökosystem zu schützen. So exportiert eine Mitgliedskooperative von Coocafe beispielsweise auch Macadamia-Nüsse.

International Coffee Organization (ICO)

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