Bündnis für nachhaltige Textilien

TransFair e.V. – Mitglied im Textilbündnis

Bildwortmarke: Mitglied im Bündnis für nachhaltige Textilien

Im Bündnis für nachhaltige Textilien – initiiert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) – setzen sich Unternehmen aus der Branche gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Standardorganisationen und der Regierung für Nachhaltigkeit ein.

Das Ziel: Die textilen Wertschöpfungsketten sollen sozialer und ökologischer gestaltet werden. TransFair als Organisation, die in Deutschland das Fairtrade-Siegel vergibt, und Fairtrade International als Standard setzende Organisation sind in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv und engagieren sich dafür, dass theoretische Ziele in die Praxis umgesetzt werden.  Die verschiedenen Fairtrade-Ansätze bieten Unternehmen konkrete Instrumente für Verbesserungen vor Ort. 

2018 startet das Textilbündnis in eine neue Phase

Für das Jahr 2018 hat sich das Bündnis für Nachhaltige Textilien einige Schritte in Richtung verbindlicheres Arbeiten vorgenommen. Mitglieder sollen in ihren individuellen Maßnahmenplänen folgende Punkte festschreiben:

•    das Erstellen von Risikoanalysen,
•    die systematische Erfassung von Geschäftspartnern und Produzenten,
•    die konkrete Einwirkung auf Zulieferer, keine giftigen Chemikalien in der Textilproduktion einzusetzen,
•    das Etablieren von Prozessen, die Kinder- und Zwangsarbeit verhindern.

Außerdem werden existenzsichernde Löhne in der Textilproduktion ein Schwerpunktthema in 2018 darstellen. Bei dem Treffen des Steuerungskreises im November 2017 haben sich die Mitglieder zudem darauf geeinigt, bis 2020 mindestens 35 Prozent nachhaltige Baumwolle einzusetzen. Dabei müssen 10 Prozent der Gesamt-Menge Bio-Baumwolle sein. Bis 2025 soll der Gesamtanteil nachhaltiger Baumwolle dann auf insgesamt 70 Prozent steigen.

Dies sind insgesamt große Ziele und es bleibt abzuwarten, ob sich alle Bündnismitglieder mit gleichem Einsatz an die Zielvorgaben halten werden können. Die Anforderungen an Transparenz und unabhängig nachweisbaren Fortschritten stellt den deutschen Textilsektor, der aktuell zu 50 Prozent im Bündnis vertreten ist, vor große Herausforderungen. Dennoch stellt das Textilbündnis eine einzigartige Zusammenstellung an relevanten Akteure mit konkreten Werkzeugen dar. Das Bündnis besitzt eine reelle Chance, Nachhaltigkeit im breiten Textilsektor konkret voranzutreiben und anzufordern.

Beteiligung an Gremien und Initiativen

Aufgrund seiner Expertise sind TransFair und Fairtrade International sehr aktiv in den verschiedenen Gremien und Initiativen des Textilbündnis. So engagieren sich die beiden Organisationen in den Arbeitsgruppen AG Naturfaser, AG Sozialstandards und existenzsichernde Löhne und AG Umsetzung und Internationalisierung. Fairtrade engagiert sich ebenfalls in der Interessengruppe, die sich mit Themen zur öffentlichen Beschaffung befasst. Außerdem liegt TransFair die Arbeit der Bündnisinitiativen sehr am Herzen. Neuigkeiten gibt es von der Bündnisinitiative Tamil Nadu und der Initiative für gentechnikfreies Saatgut. Seinen ersten Maßnahmenplan zum Erreichen der Bündnisziele – die so genannte Roadmap - hatte TransFair bereits im August 2017 veröffentlicht. 2018 wird die Roadmap überarbeitet

Gemeinsames Engagement in der Bündnisinitiative Tamil Nadu

Innerhalb des Bündnisses für nachhaltige Textilien können sich Mitglieder zu einzelnen Initiativen zusammenschließen, um Herausforderungen in den Produktionsländern gemeinsam zu bearbeiten. TransFair ist in der Bündnisinitiative Tamil Nadu aktiv. Ziel der Initiative ist die systemische Verbesserung von Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie in dem südindischen Bundesstaat.

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TransFair veröffentlicht seinen Maßnahmenplan

Die Mitglieder des nachhaltigen Textilbündnisses haben sich hohe Ziele zur Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards in der textilen Lieferkette gesetzt. Um diese zu erreichen ist jedes Mitglied aufgefordert, einen Plan mit verbindlichen Maßnahmen zur Umsetzung der Zielvorgaben zu erstellen. TransFair ging mit gutem Beispiel voran und hat im August 2017 als eines der ersten Bündnismitglieder die so genannte „Roadmap“ veröffentlicht.

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Forderungen an das Textilbündnis

Fairtrade begrüßt das Engagement des Bündnisses für Nachhaltige Textilien sehr. 50 Prozent des Textilsektors gehen mit gutem Beispiel voran und engagieren sich nachweisbar im Rahmen des Textilbündnisses für die Umsetzung der Bündnisziele. Die nächsten Jahre müssen zeigen, ob die vorgenommenen Ziele tatsächlich umgesetzt und prüfbare Verbesserungen im Textilsektor erzielt werden. Fairtrade, die zivilgesellschaftlichen Mitglieder und die Standardorganisationen sehen jedoch neben den Bündnismitgliedern auch den gesamten Textilsektor in der Verantwortung, transparent und nachweisbar nachhaltig bei der Beschaffung und in der Lieferkette zu arbeiten. TransFair steht allen Unternehmen mit den verschiedenen Fairtrade-Ansätzen Fairtrade-Baumwolle, dem Fairtrade-Textilstandard und begleitenden Textilprogramm beratend und unterstützend zur Seite.