Die Kaffee-Kooperative CECOCAFEN in Nicaragua

Der Dachverband der Kaffeekooperativen des Nordens (CECOCAFEN) wurde 1997 gegründet. Heute besteht der Zusammenschluss aus zehn Basiskooperativen und zwei Regionalverbänden. CECOCAFEN verfolgt mehrere Ziele: Die Direktvermarktung des Kaffees, umfassende Qualitätssicherung, technische Beratung und Vergabe von Krediten an die Mitglieder zur Verbesserung der Kaffeeproduktion sowie die Wahrung und Verbesserung der finanziellen Unabhängigkeit.

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Die Kaffee-Kooperative CECOCAFEN in Nicaragua

Einschneidendes Ereignis in der Geschichte der Organisation war Hurrikan "Mitch" 1998, der schwerste Verwüstungen hinterließ. CECOCAFEN übernahm in dieser Situation eine wichtige Rolle in der Erstversorgung, beim Wiederaufbau und in der Krisenbewältigung.


Matagalpa
Nicaragua

Kaffee aus Nicaragua war in der Anfangszeit des Fairen Handels eines der wichtigsten Produkte, sozusagen DAS Symbol für internationale Solidarität. Die sandinistische Revolution, die 1979 der Diktatur Somozas ein Ende setzte, schuf Grundlagen für eine eigenständige Entwicklung des Landes und seiner Bevölkerung. Wesentliche Elemente der Revolution waren etwa die Bodenverteilung, die Verstaatlichung von Plantagen und der Aufbau sowie die Vernetzung von Agrargenossenschaften. Nach der Niederlage der SandinistInnen im Jahr 1990 und der erneuten Privatisierung gelang es zunächst nur wenigen Kooperativen, ihre Aktivitäten fortzusetzen. In einigen Fällen aber blieb der Wille der KleinproduzentInnen ungebrochen, trotz allem gemeinsam für die Verbesserung ihrer Situation zu sorgen. Ende der 1990er Jahre erlebte das Genossenschaftswesen in Nicaragua neuen Aufschwung. CECOCAFEN war und ist einer der Promotoren der kooperativen Bewegung in Nicaragua.

 

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Die Mitglieder von CECOCAFEN

Die rund 2.600 Mitglieder von CECOCAFEN sind in Basiskooperativen organisiert. Jede Basiskooperative wählt zwei Delegierte und ist dadurch in der Generalversammlung vertreten. Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern von CECOCAFEN leben weit verstreut in teilweise nur schwer zugänglichen Dörfern in den Departements Matagalpa, Nueva Segovia und Jinotega. Viele der Familien besitzen erst seit der sandinistischen Revolution ihr eigenes Land. Kaffee stellt meist die einzige Verdienstquelle dar. Aus diesem Grund betreibt CECOCAFEN bereits seit einigen Jahren ein Diversifizierungsprogramm, um die einseitige Abhängigkeit der Mitglieder von der \"Cashcrop\" Kaffee zu reduzieren. Gefördert wird der Anbau von anderen Kulturpflanzen und deren Vermarktung über die Strukturen der Organisation.

 

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Förderung der Kleinbäuerinnen & Jugendlichen

Ein besonderes Anliegen CECOCAFENs ist die Partizipation der Frauen - sowohl in den Kooperativen als auch auf Gemeindeebene. Die rund 700 weiblichen Mitglieder werden besonders gefördert: Es geht um die Entwicklung von \"leadership\", Teilhabe an der Entscheidungsfindung, Einkommen schaffende Maßnahmen und die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen. Auch die Einbindung der Jugendlichen ist ein wichtiges Anliegen. Sie werden in eigene Jugendorganisationen eingebunden und profitieren durch ein Bildungs- und Stipendienprogramm.

 

Stärkung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit

Seit 1999 ist CECOCAFEN im Besitz einer eigenen Trockenverarbeitungsanlage. Seit der Installation der zentralen Verarbeitungsanlage kontrolliert CECOCAFEN den gesamten Prozess von der Übernahme des Kaffees über seine Trocknung, Lagerung, Aufbereitung, Qualitätskontrolle bis zur Vermarktung bzw. dem Export. Damit wurden die KleinproduzentInnen CECOCAFENs über ihre Organisation zu direkten TeilhaberInnen an der gesteigerten Wertschöpfung.

Informationen zur Verfügung gestellt von:

EZA Fairer Handel GmbH

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