Öffentliche Beschaffung

Logo der Kampagne Fairtrade-Towns
Logo der Kampagne Fairtrade-Towns

Produkte aus dem Fairen Handel spielen bei der öffentlichen Beschaffung eine immer größere Rolle. Zahlreiche Kommunen gehen mit gutem Beispiel voran und verwenden Produkte und Dienstleistungen, die unter menschenwürdigen und ökologisch sowie sozial verträglichen Arbeitsbedingungen entstanden sind. Viele Bundesländer fordern dies bereits in ihren Vergabegesetzen. Fairtrade bietet eine breite Produktpalette für den Einsatz in Ihrer Kommune – neben fair gehandeltem Kaffee und Tee sind auch fairer Blumenschmuck sowie faire Fußbälle und insbesondere Berufsbekleidung eine echte Alternative für öffentliche Einrichtungen. Die faire öffentliche Beschaffung ist auch ein entscheidendes Kriterium der Fairtrade-Towns Kampagne.

Fairtrade-Town Dortmund
Die Stadt Dortmund war schon zwei Mal "Hauptstadt des Fairen Handels"

Dortmund

Die Metropolregion Ruhr hat seit Langem ein Herz für den Fairen Handel. Dortmund war von Anfang an dabei und gewann gleich zwei Mal den Bundeswettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“. Im September 2009 wurde Dortmund als dritte deutsche Stadt mit dem Titel „Fairtrade-Town ausgezeichnet. Das Betriebsrestaurant schenkt fair gehandelten Kaffee aus und hat faire Schokolade ins Sortiment aufgenommen. Die Arbeitskleidung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – zum Beispiel Polohemden und T-Shirts – sind aus Fairtrade Bio-Baumwolle und wurden unter Erfüllung der ILO-Kernarbeitsnormen produziert.


Fairtrade-Town Rhein-Kreis Neuss
Fairtrade-Town Rhein-Kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss

Mit dem Rhein-Kreis Neuss reiht sich seit September 2010 gleich ein ganzer Landkreis in die Riege der deutschen Fairtrade-Towns ein. In Zusammenarbeit mit der Sparkasse wurden hier 78 Grund- und sieben Förderschulen im Kreisgebiet mit fair gehandelten Fußbällen ausgestattet. Bei allen Sitzungen des Kreistages und im Büro des Landtages werden nur noch faire Getränke ausgeschenkt. Das Beispiel macht Schule: Die beiden Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich schenken an ihre rund 25 000 Patienten ebenfalls nur noch fair gehandelten Kaffee aus. Dabei handelt es sich um ein jährliches Umsatzvolumen von immerhin 80 000 Euro. „Wir wollen damit ein deutliches Zeichen setzen“, so Krankenhausdirektor Hubert Retzsch. Und auch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke freut sich über die Initiative der Krankenhäuser, die anderen Unternehmen zum Vorbild dienen könnte. Tatsächlich: Einige Seniorenhäuser haben nun ebenfalls auf fair gehandelten Kaffee umgestellt.

Der Rhein-Kreis Neuss betreut zudem einen Einkaufsführer, in dem man Produkte aus dem fairen Handel findet.

Deutschland Fairgleicht

Im Rahmen der Kampagne „Deutschland Fairgleicht“ hat die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt drei Kommunen besucht, die eine Vorreiterrolle in der fairen Beschaffung einnehmen. Im folgenden Film erhalten Sie einen Einblick in die Aktivitäten der Fairtrade-Towns Bremen, Aidlingen und Dortmund und sehen gute Beispiele für eine faire, öffentlichen Beschaffung.