Esther Nyambura Juma

Portrait einer beeindruckenden Frau

Esther Nyambura Juma

Esther Nyambura Juma ist 29 Jahre alt und alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern. Sie arbeitet seit fünf Jahren als Blumenarbeiterin in der Packhalle der Blumenfarm Bigot Flowers Limited in Kenia.

Die seit 2008 Fairtrade-zertifizierte Blumenfarm am Naivasha See in Kenia beschäftigt knapp 1000 Arbeiterinnen und Arbeiter, davon sind etwa die Hälfte Frauen.

Empowerment durch Fairtrade

„Als alleinerziehende Mutter sind für mich ein fester Arbeitsvertrag und somit ein sicheres Einkommen die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und schafft Perspektiven auch für meine Töchter“, sagt Esther. Durch Fairtrade-Prämien wurden die Arbeitsbedingungen auf der Blumenfarm verbessert. Das Prämien-Komitee der Blumenfarm investiert seit Beginn in Weiterbildungsmaßnahmen für Frauen und Stipendien für deren Kinder. Es werden bis zu 80 Prozent der Schulgebühren aus den Prämiengeldern bezahlt.

Esther ist dankbar, dass sie ihren Töchtern eine Ausbildung und eine bessere Zukunft ermöglichen kann und ist auch stolz auf ihre eigene Weiterbildung: „Ich bin glücklich, dass ich dank Fairtrade meinen Führerschein machen konnte. Das bestärkt mich in meiner Selbständigkeit und bietet mir noch mehr Möglichkeiten. Außerdem habe ich bereits einen Kochkurs besucht“, sagt sie. Die Förderung von Frauen durch Computer,- Koch- oder Nähkurse stärkt sie in ihrer Unabhängigkeit und schafft die Möglichkeit für ein zusätzliches Einkommen der Familien.

Durch die Fairtrade-Prämie profitieren nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bigot Flowers, sondern alle Gemeindemitglieder, beispielsweise durch Investitionen in Klassenräume und Sanitäre Anlagen von örtlichen Schulen. Außerdem beteiligte sich die Blumenfarm auch am Aufbau einer Geburtsklinik in der Region.

Zitat von Esther
Esther Nyambura mit ihrer Tochter (Bild: TransFair e.V.)

Mehr Gleichheit für Frauen und Mädchen

Die Stärkung von Frauen und deren Aufklärung ist Esther besonders wichtig. „Mit Fairtrade hat sich in unserer Gemeinschaft viel verändert: Frauen und Männer haben die gleichen Rechte auf eine Anstellung. Frauen können sich wie Männer weiterbilden und ihre Chancen für höhere Positionen auf der Farm verbessern. Für alle Beschäftigten gelten geregelte Arbeitszeiten, festgeschriebene Ruhetage und der Zugang zu medizinischer Versorgung ist gesichert.

Insbesondere die vorgeschriebenen Regelungen zum Mutterschutz sind wichtig für die Frauen, so wird auch bei Krankheit und verfrühtem Mutterschutz der festgeschriebene Lohn weitergezahlt.“

Sie wünscht sich, dass in Zukunft mehr Fairtrade-Rosen verkauft werden und somit alle Familien von Blumenarbeiterinnen und -arbeitern ihren Lebensstandard verbessern können.