Fashion Revolution

Aktionswoche vom 23. bis 29. April

Kollage zu "#PushFairtrade: Fashion Revolution 2019"

Am 24. April jährte sich der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza zum sechsten Mal. Der Aufschrei, den die Tragödie mit über Tausend Toten auslöste, ist seither nicht verhallt, dafür steht die Fashion Revolution Week. Denn die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der Textilbranche sind nach wie vor inakzeptabel. 

Wir fordern gemeinsam mit weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren daher von Wirtschaft, Politik und Verbrauchern: Wir brauchen mehr faire Kleidung! Bereits jetzt ist Mode mit Fairtrade-Baumwolle erhältlich. Fairtrade ist aber auch entlang der langen Herstellungskette aktiv.

Push Fairtrade! Und starte die Fashion Revolution

Lea Marlen Woitack zeigt ihr Hangtag. #PushFairtrade
Zeig, dass du faire Mode willst! #PushFairtrade

Ihr wollt komplett fair produzierte Mode? Fairtrade auch! Deshalb starteten wir mit euch die Fashion Revolution und fordern eine faire Textillieferkette.

Was kann ich tun?

Zeig, dass du faire Mode willst! Sprich darüber und teile dein Statement für Fairness:
Fotografier dich mit dem Fairtrade-Siegel an deinem Shirts, deiner Hose oder Jutebeutel und poste es unter dem Hashtag #PushFairtrade auf Instagram, Facebook, Twitter.

Je mehr wir sind, desto höher der Druck auf die Modeindustrie, etwas zu ändern.

Das Fairtrade-Siegel für Baumwolle
Das Fairtrade-Siegel für Baumwolle

Wo stehen wir?

Es gibt bereits Kleidung und andere Textilien mit dem Fairtrade-Baumwoll-Siegel. Davon profitieren Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die Baumwolle in den Ländern des Ursprungs nach Fairtrade-Standards anbauen. Für sie bedeutet Fairtrade: stabile Mindestpreise, eine Prämie für Gemeinschaftsprojekte, weniger Pestizide und mehr demokratische Teilhabe.

Siegel für Fairtrade-Textilien mit Erleuterungstext, inwiefern sich die Hersteller für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen.
Das Label für Textilien wird es nur in Kombination mit einem erklärenden Text geben. In diesem Beispiel werden bei allen Betrieben in der Lieferkette bereits existenzsichernde Löhne gezahlt.

Wo wollen wir hin?

Wir wollen, dass Modelabels Textilien verkaufen, deren gesamte Lieferkette fair ist. Mit Fairtrade ist das möglich: Der Fairtrade-Textil-Standard und das zugehörige Textil-Programm haben das Ziel, die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie zu verbessern und Arbeiterinnen und Arbeiter auf allen Stufen der Lieferkette zu stärken – vom Baumwollfeld bis zum fertigen Shirt. Und warum gibt es noch keine Mode mit dem Fairtrade-Textil-Siegel? Weil sich noch kein Unternehmen traut 100% fair zu sein.


Deshalb müssen wir lauter werden! Werde Teil der Fashion Revolution! #PushFairtrade

#PushFairtrade

Schauen Sie sich die Social Media-Aktionen auf unserer PushFairtrade-Wall an.

Social Media Wall >

Sharmilaben Kamli, Näherin von Purecotz
Sharmilaben Kamli, Näherin von Purecotz
SethuLakshmy Chakkenchath, Beraterin bei dem Network of Asia and Pacific Producers / NAPP
SethuLakshmy Chakkenchath, Beraterin bei dem Network of Asia and Pacific Producers / NAPP

Rundreise: Unsere Gäste aus Indien zur Fashion Revolution

Rund um den Fashion Revolution Day berichteten Sharmilaben Kamli (Näherin von Purecotz) und SethuLakshmy Chakkenchath (Beraterin bei dem Network of Asia and Pacific Producers / NAPP ) im Rahmen diverser Veranstaltungen über Ihre Arbeit in der indischen Textilindustrie.

SethuLakshmy Chakkenchath ist Mitarbeiterin des Network of Asia and Pacific Producers (NAPP). Sie hat über 18 Jahre Erfahrung in der Ausgestaltung und Umsetzung von Umwelt- und Sozialprojekten, davon allein 10 Jahre in der Textilindustrie. Nach einem Master-Abschluss in Umweltwissenschaften und einem Diplom in Human Resource Management arbeitet sie heute mit Vertreter*innen aus dem Management, den mittleren und höheren Aufsichtsebenen, Arbeiter*innen und Frauengruppen. Dazu gehören diverse Programme und Schulungen für Mitarbeiter*innen zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Hinzu kommen spezielle Schulungen für Frauen, die u.a. zu einem höheren Bewusstsein der Arbeiter*innen über ihre Rechte beitragen. Im Rahmen des Fairtrade-Textilstandards und -programms unterstützt sie Fabriken bei der Umsetzung.

Sharmilaben Kamli ist Näherin und arbeitet seit 2006 für das Unternehmen Purecotz ecolifestyles. Sie begann als Schneiderin ohne jegliches Vorwissen über die Textilindustrie und die Anfertigung von Kleidungsstücken, war jedoch sofort an den Organisationsstrukturen interessiert und übernahm Verantwortung: Innerhalb eines Jahres hat sie die ersten Trainings für die Mitarbeiter*innen durchgeführt. Sie ist alleinerziehende Mutter von vier Kindern und konnte mit ihrer Arbeit in den letzten Jahren ein eigenes Haus und die Schuldbildung für Ihre Kinder finanzieren.

Akteure der Textilproduktion

Faire Produktion ist möglich

Die deutschen Unternehmen Brands Fashion, 3Freunde und MELAWEAR setzen den Textilstandard von Fairtrade in den Produktionsstätten um, in denen ihre Kleidung gefertigt wird. MELAWEAR produziert etwa in der indischen Fabrik Purecotz ecolifestyles, dessen Gründer und Geschäftsführer Amit Narke anlässlich der Rundreise im Rahmen der Fashion Revolution 2018 sagte: „Kleidung tragen wir alle. Stellen Sie sich vor, wir würden auf einmal alle fair produzierte Kleidung fordern. Wir könnten wirklich eine Revolution starten!“

Melawear
Logo: Melawear

MELAWEAR produziert in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Indien, etwa Purecotz, hochwertige Rücksäcke, Sneaker und Kleidungsstücke aus Fairtrade-Baumwolle. Zum ganzheitlichen Ansatz des Unternehmens gehört zudem die Verwendung von Bio-Baumwolle nach den Kriterien des Global Organic Textile Standard (GOTS).

Webseite von Melawear >

3Freunde
Logo: 3Freunde

2012 gründete Stefan Niethammer (einer der drei Freunde) gemeinsam mit einem langjährigen indischen Partner eine eigene Näherei mit der Maßgabe, verbindliche, langfristige Arbeitsplätze zu schaffen und die Näherinnen und Näher zu fairen Konditionen und mit existenzsichernden Löhnen zu beschäftigen. Seitdem werden T-Shirts aus Fairtrade-Baumwolle für Frauen, Männer und Kinder zu fairen Preisen angeboten.

Webseite von 3Freunde >

Brands Fashion
Logo: Brands Fashion

Brands Fashion produziert sozial-ökologische Arbeitsbekleidung und Merchandising. 2017 ist es Brands Fashion gelungen, mit Kaufland den weltweit größten Abnehmer von Fairtrade-Baumwolle für Berufsbekleidung zu gewinnen. Weitere Kunden sind u.a. die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd, die norddeutsche Drogeriekette Budnikowsky und viele Fußballvereine wie z.B. der FC St. Pauli.

Auch für Endkunden hat Brands Fashion eine eigene öko-faire Marke entwickelt: SHIRTS FOR LIFE. Die Produktlinie ist GOTS- und Fairtrade-zertifiziert.

Webseite von Brands Fashion >

Wäscheleine mit Kleidung

Textilien aus fairer Baumwolle

Alle Textilien aus Fairtrade-Baumwolle finden Sie in unserem Produkt-Finder.

Zum Produkt-Finder >

Mitarbeiter-Blog / Rückblick

MitarbeiterInnen von TransFair e.V. bloggen über ihre Eindrücke zur Fashion Revolution 2018.

Blog-Beiträge zur Fashion Revolution >