Fairtrade Awards

Die Gewinner*innen der Fairtrade-Awards 2020

Endlich ist es soweit: Die Gewinner*innen der Fairtrade Awards stehen fest. Zum siebten Mal konnten Unternehmen und Einzelpersonen einen der begehrten Preise mit nach Hause nehmen. Die Awards werden alle zwei Jahre vergeben und sind die wichtigste Auszeichnung im fairen Handel. Sie würdigen Unternehmen, Organisationen und zivilgesellschaftlich Engagierte, die sich in besonderem Maße für den fairen Handel einsetzen. Corona-bedingt fand die Verleihung in diesem Jahr ausschließlich digital statt. Glückwünsche für die Gewinner*innen kamen per Videobotschaft:

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Schauspielerin Anke Engelke überbrachte im Corona-Jahr die Glückwünsche per Video und wandte sich zuversichtlich an die Preisträger*innen: „Bitte nicht verzagen - einmal mehr schärfen Situationen wie diese ja unseren Blick: Wir erleben, dass COVID-19 ein globales Problem ist und dass die Schwächsten am härtesten getroffen sind. Das Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger macht Mut, dass wir diese Krise gemeinsam bewältigen und die Welt positiv verändern können.“
 

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Norbert Barthle

parlamentarischer Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium (BMZ)

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Gunther Beger

Minsterialdirektor im BMZ und Vorsitzender der Fairtrade-Awards Jury

Das Bundesministerium investiert in Fairtrade

Gerade in der Corona Krise ist der Faire Handel ein Hoffnungsträger. Daher unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Fairen Handel einerseits mit einem Corona Soforthilfeprogramm und andererseits mit der Agri-Finance-Liquidity Facility (ALF). Mehr dazu in diesem Video.

Die Galerie

Die diesjährigen Finalisten der Fairtrade Awards 2020

Die Gewinner*innen

Kategorie "Handel" – KLEIN (<50 Mitarbeiter*innen)

Der Handel ist das Nadelöhr für jedes Produkt, das auf den Markt kommt. Das gilt auch und vor allem für fair gehandelte Waren, die sich im Wettbewerb behaupten wollen. Die Jury zeichnete jene aus, die besonders gute Wege gefunden haben, fair gehandelte Produkte zum Endverbraucher*innen zu bringen. 

 

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In der Kategorie kleine Handelsunternehmen hat das Fair-Fashion-Geschäft Supermarché  gewonnen. Die Jury überzeugte das ganzheitliche Konzept des Ladens, der sich mit Herzblut für eine Textilproduktion einsetzt, die humaner, gerechter und frei von Ausbeutung von Menschen und Umwelt ist.

Ebenfalls nominiert war Georgs Fairkauf im Bremer Stadtteil Findorff. Mit einem breiten Sortiment und einem starken Engagement im „Bündnis Faire Woche“ setzt sich Inhaber Georg Gersberg seit vielen Jahren dafür ein, dass Einzelhandelsgeschäfte mit fairen Produkten von der Ausnahme zur Regel werden.  

Kategorie "Handel" – Groß (>50 Mitarbeiter*innen)

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Gewinner in der Kategorie große und mittelständische Handelsunternehmen ist ein Fairtrade-Pionier der ersten Stunde: die REWE Group. Seit 1993 zählt REWE zu den festen Partner*innen des fairen Handels. Neben einem breiten Angebot an fair gehandelten Produkten hat das Unternehmen alle Eigenmarken auf das Fairtrade-Rohstoff-Siegel für Kakao umgestellt. Seit 2019 gibt es mit physisch rückverfolgbarem Fairtrade-Orangensaft ein weiteres richtungsweisendes Produkt.

Die Handelsunternehmen Lidl  und Tchibo  gehörten mit ihrem Engagement für den fairen Handel ebenso zu den Finalist*innen. Mit seiner „Way-2Go“-Schokolade leistet Lidl einen wichtigen Beitrag für mehr Transparenz in der Lieferkette und verbessert die Einkommenssituation von Kakaobäuer*innen im Ursprung. Bei Tchibo würdigte die Jury nicht nur das langjährige Engagement, sondern vor allem die wichtige politische Positionierung des Unternehmens für ein Lieferkettengesetz.

Kategorie "Hersteller" – Klein (<50 Mitarbeiter*innen)

Die Hersteller übernehmen im System des fairen Handels eine wichtige Rolle. Denn Produkte, die unter fairen Bedingungen in Asien, Lateinamerika oder Afrika produziert werden, müssen nach Europa importiert und weiter verarbeitet werden. Und dies so attraktiv, dass sie auch eine Kundschaft auf dem deutschen Markt finden.
 

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Bei den kleinen Herstellern konnte das Kasseler Modeunternehmen MELAWEAR  die Jury überzeugen. Das 2014 gegründete Unternehmen steht für fair und ökologisch produzierte Mode. MELAWEAR ist einer der Pilotpartner des Fairtrade-Textilstandards. Die Kollektionen aus Bio-Baumwolle sind allesamt Fairtrade- und GOTS-zertifiziert und erfüllen damit höchste Standards der Textilindustrie.

Zu den Finalist*innen gehörten Fairtrade Original, eine alternative Handelsorganisation aus den Niederlanden, die den deutschen Markt seit 2018 mit fair gehandelten Produkten für die asiatische Küche bereichert, und die Miko Kaffee GmbH, die mit ihrem Fairtrade-zertifizierten „Puro-Kaffee“ und einer CO2-neutralen Kaffeeproduktion Mensch und Umwelt schützt.

Kategorie "Hersteller" – Groß (>50 Mitarbeiter*innen)

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In der Kategorie große Hersteller zeichnete die Jury das Berliner Start-up Koakult  aus. Durch seinen Wachmacher-Kakao mit Fairtrade-Guaraná hat das Unternehmen nicht nur eine echte Kaffeealternative auf den Markt gebracht, sondern auch einen wichtigen Schritt für mehr Nachhaltigkeit getan: 2017 stellte Koakult die gesamte Produktion auf Fairtrade um.

Ebenfalls nominiert:  BRANDS Fashion, eines der führenden Unternehmen für Fairtrade-zertifizierte Mitarbeiterbekleidung sowie Merchandise-Kollektionen, will 2020 die weltweit erste Lieferkette nach dem Fairtrade-Textilstandard zertifizieren lassen. Und das Traditionsunternehmen Tchibo  ist einer der größten Anbieter für Fairtrade-Kaffee auf dem deutschen Markt, der sich über die Zertifizierung hinaus mit Projekten in Honduras und Brasilien für einen nachhaltigen Kaffeeanbau einsetzt.

Kategorie "Nachwuchspreis"

Für den Nachwuchspreis konnten sich junge Menschen (bis 25 Jahre) bewerben, die sich als Einzelperson oder organisiert in Teams für Fairtrade einsetzen: beispielsweise Auszubildende aus Industrie, Gastronomie und Handel; Schüler*innen, Studierende, Aktive aus Fairtrade-Towns, -Schools und -Universitäten oder Fairtrade-Mitgliedsorganisationen.
 

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Den Nachwuchspreis erhielt das Mariengymnasium Essen-Werden. Die Jury zeichnete damit das Engagement der Schüler*innen aus, mit kreativen Ideen über den fairen Handel zu informieren. Im Rahmen des Projektkurses Fairtrade brachten sie beispielsweise ein eigenes Kochbuch mit fairen Rezepten heraus, erstellten ein Fairhandels-Quiz und finanzierten mithilfe eines Spendenlaufs den „Fair-o-Mat“, einen Süßwarenautomaten mit Naschereien aus fairem Handel.

Auch die Fairtrade School Hildegard von Bingen  aus Köln sowie das Tanzperformanceprojekt Small Talk wurden von der Jury unter die Finalist*innen gewählt. Das Kölner Gymnasium beeindruckte die Jury mit seinen fairen Modenschauen und einem Austausch mit Aktivistinnen aus Myanmar und Bangladesch. Small Talk überzeugte mit seiner innovativen Art, globale Gerechtigkeit auf der Bühne zu thematisieren.

Kategorie "Newcomer"

Diese Kategorie richtet sich an junge Unternehmer*innen, Start-ups und Gewerbetreibende, die sich die Unterstützung des fairen Handels auf die Fahne schreiben und deren Existenzgründung maximal zwei Jahre zurückliegt.
 

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Besonders überzeugen konnte das niederländische Süßwarenunternehmen Tony’s Chocolonely die Jury. Seit 2019 vertreibt das Unternehmen seine bunten Schokoladentafeln in Deutschland. Für die Produkte wird ausschließlich physisch rückverfolgbarer Fairtrade-Kakao verwendet. Darüber hinaus zahlt Tony’s Chocolonely seinen Kakaokooperativen einen sogenannten Living Income Reference Price, der über Fairtrade-Mindestpreis und -Prämie hinausgeht.

Zwei weitere engagierte Newcomer, die es unter die Finalist*innen schafften, sind Fairfood Freiburg, ein junges Unternehmen, das zu 100 Prozent faire und biologische Nüsse anbietet und das Kooperativen bei der Umstellung auf Bio-Anbau unterstützt, sowie das Berliner Start-up  Tip me, das eine App auf den Markt gebracht hat, mit der Verbraucher*innen ein Trinkgeld direkt an Textilproduzent*innen schicken können.

Kategorie "Zivilgesellschaft"

Fairtrade ist mehr als ein anerkanntes Siegel auf einer Produktverpackung – das macht die Kategorie Zivilgesellschaft deutlich. Der faire Handel lebt von der Vielzahl engagierter Menschen, die sich Tag für Tag dafür einsetzen, ihn noch bekannter zu machen.
 

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Den Fairtrade Award für zivilgesellschaftliches Engagement erhält die Fairtrade-Kochshow aus Castrop-Rauxel. Die Show stellt ein neues Format dar, um den fairen Handel mit all seinen Erfolgsgeschichten auf die Bühne zu bringen. Wissensvermittlung und Unterhaltung werden laut Jury-Begründung geschickt kombiniert und mithilfe von fairen kulinarischen Köstlichkeiten einem breiten Publikum zugänglich.  

Unter die Finalist*innen kamen auch die faire Metropolregion Nürnberg und das Global South Studies Center (GSCC) in Köln. Die Metropolregion Nürnberg wurde 2017 zur ersten Fairtrade-Metropolregion in Europa ausgezeichnet und engagiert sich seither mit viel Energie für fairen Handel in den Kommunen. Das Forschungscenter GSSC widmet sich dem sozioökonomischen, kulturellen und politischen Wandel des globalen Südens und trägt dazu bei, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem fairen Handel vorangetrieben wird.

Kategorie "Publikumspreis"

Der Publikumspreis stand allen Bewerber*innen der Awards offen. Die Online Community des fairen Handels konnte per Online Voting abstimmen. Am 18. Dezember 2019 stand fest, wer den Publikums-Award bekommen soll.

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Über 110.000 Unterschriften hat die Katholische Arbeitnehmer Bewegung mit ihrer Petition für faire Handelsverträge mit Ostafrika gesammelt. Über 2.130 Menschen gaben dem Projekt per Online-Voting ihre Stimme für den Publikumspreis der Fairtrade Awards 2020.

Die Jury

Alle Jury Mitglieder

Internationale Fairtrade Awards

Zusätzlich zu den Fairtrade Awards für Akteure auf dem deutschen Markt, verlieh unsere Dachorganisation Fairtrade International die Internationalen Fairtade Awards. Dabei wurden in den vier Kategorien "Small Producer", "Hired Labour Organization", "Trader" und "Campaign" die herausragenden Leistungen von Fairtrade-Aktueren weltweit prämiert.

Im Video stellt Dario Soto Abril, Geschäftsführer unserer Dachorganisation  Fairtrade International die einzelnen Preisträger*innen vor.

Weitere Informationen und die ausführlichen Portraits der einzelnen Preisträger*innen

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