Frau Merkel,

Machen Sie Kaffee endlich fair!

Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Doch er ist bedroht. Dumpingpreise und die Folgen des Klimawandels zwingen viele der  Kaffeeproduzierenden zur Aufgabe ihrer Felder.

Die deutsche Bundesregierung hat sich mit der Agenda 2030 zur Einhaltung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen verpflichtet, um die Armut weltweit zu bekämpfen. Doch bisher ist zu wenig passiert. Das möchten wir ändern! Hilf uns dabei, drück deinen Unmut aus & schreibe unserer Bundeskanzlerin eine E-Mail. Gemeinsam können wir mehr erreichen!

Die E-Mail:

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

die Bundesregierung hat sich verpflichtet, die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung – die Sustainable Development Goals (SDGs) – zu erfüllen. Es zeigt sich jedoch, dass die Bundesregierung diese Ziele nicht erreichen wird. Viele Bürgerinnen und Bürger in Deutschland engagieren sich für die UN-Ziele und setzen sich für globale Gerechtigkeit und fairen Handel ein. Wie lebenswichtig der faire Handel für viele Kleinbäuerinnen und -bauern ist, zeigt der Kaffeemarkt. Der historisch niedrige Weltmarktpreis stürzt viele Produzierende in soziales Elend und Armut. Diese Krise zeigt, dass die derzeitigen Marktmechanismen nicht ausreichen, um den Herausforderungen von Klimawandel und Armut in globalen Lieferketten zu begegnen. Die Situation dieser Menschen könnte erheblich verbessert werden, wenn SDG 12 – Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster – umgesetzt werden würde, um Ungerechtigkeiten im globalen Handel auszugleichen. Hier könnte auch die Bundesregierung ihre Anstrengungen verstärken.

Daher fordere ich Sie auf: Machen Sie Kaffee fair und setzen Sie diese Punkte um!

1. Fairer Konsum
Die Bundesregierung hat sich zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung verpflichtet, die auch SDG 12 zur nachhaltigen Produktion und Konsum beinhaltet.
Deshalb fordere ich, dass in allen öffentlichen Institutionen nur noch fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt wird.

2. Fairer Klimaschutz 
Kaffeebäuerinnen und -bauern leiden besonders stark unter den Auswirkungen des Klimawandels. Durch Maßnahmen, wie das Pflanzen von Schatten spendenden Bäumen, können sie nicht nur ihre eigene Resilienz stärken, sondern auch eine Schlüsselrolle in der Bekämpfung des Klimawandels einnehmen. Ich fordere deshalb, bei Klimaschutzprogrammen Kaffeekooperativen stärker zu unterstützen.

3. Faire Agrarwirtschaft
Die kleinbäuerliche Landwirtschaft ist – auch im Kaffeesektor – die nachhaltigste Anbauweise für Klimaschutz und gegen Armut.
Ich fordere ein klares Bekenntnis zur Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und der Agrarökologie.

4. Faire Besteuerung
Obwohl Fairtrade-Produzentenorganisationen viele Maßnahmen ergreifen, die zur Erfüllung der SDGs beitragen, wie beispielsweise Bekämpfen des Klimawandels, Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Bildungsmaßnahmen, wird das nicht anerkannt und ihre Produkte werden genauso behandelt wie konventionell hergestellte.
Ich finde das unfair und fordere daher die Abschaffung der Kaffeesteuer für fairen Kaffee.

5. Menschenrechte wahren
Damit Menschenrechte auch in der Lieferkette gewahrt werden, muss auch Deutschland sich seiner Verpflichtung annehmen. Denn die Verantwortung für die Produktionsbedingungen endet nicht an der Landesgrenze.
Ich fordere deshalb eine verbindliche Menschenrechtsfürsorgepflicht für sämtliche Stufen aller Lieferketten, die nach Deutschland führen.

Ich freue mich von Ihnen zu hören, wie Sie diese Forderungen umsetzen möchten.

Mit freundlichen Grüßen

Und so funktioniert's:

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