Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Doch er ist bedroht. Dumpingpreise und die Folgen des Klimawandels zwingen viele Familien zur Aufgabe ihrer Kaffeefelder. Obwohl sie die Pflanze mit den begehrten Kirschen anbauen, leben viele Familien in bitterer Armut.

Ob der duftende Kaffee am Morgen, der starke Espresso am Mittag oder der cremige Cappuccino am Nachmittag – Kaffee ist in Deutschland das beliebteste Getränk. 163 Liter trinken die Bundesbürgerinnen und -bürger pro Jahr, mehr als Mineralwasser oder Bier. Das Geschäft mit dem Heißgetränk boomt.

In den vergangenen 15 Jahren ist die globale Produktion um mehr als 20 Prozent gewachsen. Weltweit werden mehr als zwei Milliarden Tassen Kaffee täglich getrunken, was einem Umsatz von rund 180 Milliarden Euro pro Jahr entspricht. Damit gehört Kaffee zu den wertvollsten Rohstoffen dieser Erde. Während arabische Ölscheichs von ihrem Rohstoff profitieren, erhalten Kaffeebäuerinnen und -bauern so gut wie nichts von den riesigen Erlösen. Im Gegenteil: Das schwarze Gold treibt sie in bittere Armut. Bei dem aktuellen Weltmarktpreis von rund einem US-Dollar für ein Pfund Rohkaffee, erhalten nicht-Fairtrade-zertifizierte Produzenten in Honduras, eines der wichtigsten Kaffee-Importländer für Deutschland, rund 130 US-Dollar für einen Sack Kaffeebohnen. Ihre Produktionskosten liegen jedoch bei rund 180 US-Dollar. Verkaufen Kooperativen ihren Kaffee zu Fairtrade-Bedingungen erhalten sie mindestens 210 US-Dollar – für Biokaffee sogar 250 US-Dollar.

Dies zeigt: Der Kaffeemarkt ist zutiefst ungerecht.

Fairtrade-Kaffee als Lösungsansatz

Mit dem Kauf von Fairtrade-Kaffee leistest du einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kaffeebauernfamilien in Ländern des globalen Südens und trägst zur Förderung des Umweltschutzesbei.

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#MachKaffeeFair

Kaffeetasting in Kolumbien. Foto: © Sean Hawkey

Jeder kann Kaffee fair machen! Das beginnt beim persönlichen Kauf von fair gehandeltem Kaffee und geht weiter in Job, Schule oder Uni, im Verein und auf der Straße.

Beteilige dich außerdem an unserer Protestaktion. Unsere Forderungen an Bundeskanzlerin Angela Merkel: Am 1. Oktober werden wir unseren gemeinsamen Forderungen in Berlin Gehör verschaffen.

Fairer Konsum muss gefördert werden, die Ziele für nachhaltige Entwicklung müssen eingehalten werden!

Das heißt konkret: Fairer Konsum, Fairer Klimaschutz, Faire Agrarwirtschaft, Faire Besteuerung, Menschenrechte wahren!

Dafür steht das Fairtrade-Siegel

Qualität

Qualität

Fairtrade-Kaffees sind von erstklassiger Qualität. Kleinbäuerlicher Anbau, hohe Umweltstandards und verbindliche Vorgaben zur Qualitätssicherung gelten für jeden Kaffee mit dem Fairtrade-Siegel.

Mindestpreis

Mindestpreis

Die Fairtrade-Kooperativen erhalten einen festen Mindestpreis. Damit sind sie abgesichert, falls der Börsenpreis darunterfällt. Liegt der Börsenpreis über dem Fairtrade-Mindestpreis, wird der höhere Preis gezahlt.

100% fair

100% fair

Kaffee mit dem Siegel hat immer einen Fairtrade-Anteil von 100%. Die einzelnen Kaffeebohnen werden in jeder Phase der Produktion von "Nicht-Fairtrade" Kaffeebohnen getrennt weiterverarbeitet.

Prämie

Prämie

Die Kooperativen erhalten zusätzlich zum Verkaufserlös eine Prämie, über deren Verwendung sie selbst demokratisch entscheiden. Bespielsweise entstehen neue Straßen oder Bildungsprojekte.

Kleinbauern

Kleinbauern

Fairtrade-Kaffee kommt nie von Großplantagen, sondern immer von Kleinbauern. Die Kleinbäuerinnen versorgen mit ihrem eigenen Stück Land ihre Familien.

Kontrolle

Kontrolle

Die Einhaltung der strengen Standards von Fairtrade wird durch den unabhängigen Zertifizierer FLOCERT gewährleistet. FLOCERT selbst ist nach internationalen Standards akkreditiert.

Mitbestimmung

Mitbestimmung

Fairtrade ist eine internationale Organisation, bei der die Produzent*innen-Vertreter einen gleichberechtigten Stimmanteil haben. Alle Entscheidungen finden auf Augenhöhe statt.

Empowerment

Empowerment

Indem Kleinbäuer*innen sich zu demokratischen Organisationen zusammenschließen, können sie gemeinsam mit Fairtrade mehr erreichen.

Klima

Klima

Fairtrade unterstützt die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels. Schulungen zu Anbaumethoden sichern ihre Ernten die Zukunft.

Die politschen Forderungen von Fairtrade Deutschland

Informieren Sie sich über unsere politischen Forderungen und wie wir sie umsetzen wollen.

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Ansprechpartner

Peter Möhringer

Referent Politik / Advocacy

E-Mail: p.moehringer@fairtrade-deutschland.de
Tel.: 0221 / 94 20 40 24