Servicemenü




Drucken!

Inhaltsbereich: TransFair-Reiseblog

TransFair-Reiseblog

Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair und Kakaoproduzent aus Sierra Leone
Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair mit einem Kakaoproduzent aus Sierra Leone

Unterwegs in Sierra Leone

Vom 4. bis 8. Februar 2011 besuchten die Geschäftsführer der Welthungerhilfe und TransFair e.V. Sierra Leone. Herr Jarmann und Dieter Overath reisten in das westafrikanische Land, um sich direkt vor Ort ein Bild von der langjährigen Aufbauarbeit der Welthungerhilfe zu machen.

Dort wurden Kleinbauern beraten, um die eigene Ernährung sicher zu stellen und einen exportfähigen Kakao anzubauen. Kakao zählt auch in Sierra Leone zu den wichtigsten Exportprodukten. Sie wurden begleitet von der Sängerin und Fairtrade-Botschafterin Annett Louisan und Pressevertretern.

Reiseimpression aus Sierra Leone von Dieter Overath:

Die letzten Stunden im sogenannten Kakaogürtel   (11. Februar 2011)

Ich habe auf dieser Reise viel über den Anbau und die Weiterverarbeitung von Kakao gelernt. Es ist selten genug, dass bei einem Agrarprodukt keine Pestizide oder anderen chemischen Hilfsmittel eingesetzt werden. Im Grunde ist alles bio – es muss nur noch entsprechend zertifiziert werden. Natürlich auch aus der Not heraus, weil dafür kein Geld vorhanden ist, aber eben auch in der einmaligen Form der Waldbewirtschaftung mit Schattenbäumen und anderen Pflanzen. „Dieser Schatz muss gehoben werden“ und hat auch einen Namen: die Ameloado Bohne. Unter Kennern eine Qualitätssorte, die in Westafrika eher selten vorkommt. Die unzureichenden Möglichkeiten in der Weiterverarbeitung, Transport und Vermarktung haben leider diesen enormen Vorteil zunichte gemacht und leider auch zu einer mangelnden Produktivität geführt. 

Kakao-Produzent mit Hybrid-Setzlingen
Die Milleniums-Kooperative unterstützt die Kleinbauern in Talia aktiv und stellte über 1.000 Hybrid-Setzlinge zur Verfügung. Diese tragen im Gegensatz zu normalen Kakao-Setzlingen bereits nach 24 Monaten die ersten Früchte.

Derzeit sind 3.000 Bauern bei Millennium Mitglied und das Potential ist weit höher. Dieser Prozess muss aber noch begleitet werden. Es war gut, das der EU-Botschafter in Sierra Leone, Achim Ladwig, uns auf der Reise begleitet hat. Die EU ist maßgeblicher Förderer dieser Projekte und es macht viel Sinn dies noch in der entscheidenden Phase bis zur Etablierung weiter zu begleiten.

Bisher exportiert Sierra Leone erst rund 15.000 Tonnen Kakao. Wegen diverser Mängel mit signifikanten Preisabschlägen. Das Potential ist weit höher. Mit einer Weiterführung des Projektes der Welthungerhilfe und der erfolgreichen Fairtrade-Zertifizierung könnten interessante Absatzkanäle in Deutschland und anderen europäischen Ländern erschlossen werden. Das ist unsere „Hausaufgabe“. 

Auf dem Weg zurück nach Freetown machen wir einen kleinen Stopp bei einem anderen Projekt der Welthungerhilfe, das vorrangig der Ernährungssicherung dient: dem Sumpfreisanbau. Sattes grün umrahmt von tropischem Wald mutet eher asiatisch an. Wenn alles gut läuft, könnte dieses Land sich komplett selbstversorgen und müsste nicht die Hälfte des Bedarfes teuer importieren. Aber auch hier gibt es den Teufelskreislauf von Produktionshilfen, Transportmittel, guten Straßen etc..

Diese Tour lässt uns endgültig an Hape Kerkeling erinnern: „Ich hab Rücken“!  Diese Reise war definitiv kein Beitrag für eine gesunde Bandscheibe. Nach weiteren vier Stunden erreichen wir wieder die Hauptstadt und sind somit mitten drin in der üblichen Verkehrshölle. Eine auf Köln übertragenen Strecke von einem Vorort in die City, sagen wir mal rund 15 Minuten von Nippes zum Dom dauert in Freetown rund 2-3 Stunden. Natürlich ist dies nicht langweilig, weil sich am Wegesrand das pralle Leben darstellt, aber es macht alle Wege mühselig. 

Wolfgang Jamann und Kakao-Kooperative
Mitglieder der Kooperative zeigen Wolfgang Jamann von der Welthungerhilfe wie sie schadhafte Kakaobohnen aussortieren.

Nach weiteren Gesprächen mit dem deutschen Botschafter, Herrn Freudenhammer, und Mitgliedern der Regierung treten wir die Heimreise an. Leichter gesagt als getan, weil der Flughafen auf einer vorgelagerten Halbinsel liegt. Mit dem Taxi dauert das rund 5 Stunden! Also rein ins „Pelikan Water-Taxi“, Gepäck notdürftig verstauen – und vor allem die Schwimmwesten an. Das leicht klapprige Boot besteht deswegen den Kampf mit den Wellen im offenen Meer, weil es schnell ist.

Am Flughafen erwartet uns die übliche Prozedur der Kontrollen von Papieren und der gründlichen Durchsuchung des Gepäcks. Die drei Musterbeutel mit rund 5kg Kakaobohnen erzeugen tiefes Misstrauen und werden konfisziert. Das lasse ich nicht auf mir sitzen und löse unter allen beteiligten Beamten eine Grundsatzdiskussion aus. Auf die Frage, ob diese Vorschriften (die es nicht schriftlich gibt) zum Wohle oder zum Schaden der Nation seien, gab es keine klaren Antworten. Bei 5kg Diamanten hätte ich ja  verstanden, das es sich hier um eine große Schmuggelaktion gehandelt hätte, aber in Deutschland zu versuchen endlich Abnehmer für Kakao aus Sierra Leone zu finden, dürfte eigentlich auch im Interesse der Behörden liegen. Nach 30minütiger heftiger Diskussion durfte ich die Bohnen mitnehmen.

Bei unserem Zwischenstopp in Accra/Ghana erwartete uns auf dem Flughafen Samuel Adimado, der für Westafrika zuständige Mitarbeiter von Fairtrade International. Er erwies sich als richtiger Kakaoexperte, der alle Kooperativen bestens kennt und uns wertvolle Hintergrundinformationen geben konnte. Dies war für die mitgefahrenen Journalisten eine gute Ergänzung der Eindrücke.

Marcelo Crescenti, Chefredakteur Der Handel, Annett Louisan, Musikerin und Fairtrade-Botschafterin und Christian Path, freier Journalist
Diese Menschen haben mich u.a. auf meiner Reise begleitet: Marcelo Crescenti, Chefredakteur Der Handel, Annett Louisan, Musikerin und Fairtrade-Botschafterin und Christian Path, freier Journalist

Dann ging es durch die Nacht gen Deutschland. Kaffee und Zeitung haben uns so langsam wieder an das sogenannte normale Leben herangeführt. Die Meldung über das Finale des Prozesses gegen James Taylor am Gerichtshof in Den Haag wegen seiner Greueltaten im Bürgerkrieg von Sierra Leone kann ich jetzt ungleich besser einordnen. Die zahlreichen Gespräche im Land über das Erlebte und die Schwierigkeiten der Rückkehr in die zerstörten Dörfer haben mir diesen so entfernten Bürgerkrieg näher gebracht. 

Nächste Woche ist Dr. Ernest Bai Koroma, der Präsident von Sierra Leone auf Staatsbesuch in Deutschland. Immerhin kommt es mit Hilfe des deutschen Botschafters zu einem direkten Gespräch mit Fairtrade in Berlin. Vielleicht hilft dies ja, alle „Stellschrauben in Bewegung zu setzen“, um durch einen verbesserten Absatz von Kakao einen wertvollen Impuls für die ländliche Entwicklung zu setzen. Die Menschen haben es verdient und wir bekommen hier vielleicht eine leckere Schokolade mit der guten Almeloado-Bohne aus Sierra Leone.

Danke an die tolle Unterstützung der Mitarbeiter der Welthungerhilfe vor Ort und die wertvolle Informationsarbeit der internationalen Mitarbeiter von Fairtrade und natürlich auch Dank an Annett Louisan, die sich diese Reisestrapazen angetan hat um mehr über „ihr Patenprodukt Schokolade“ zu erfahren.

Reaktionen und Anregungen zur Reise und der weiteren Förderung von Fairtrade sind immer willkommen.

Ihr Dieter Overath

 

Besuch einer Kakao-Kooperative in Talia  (10. Februar 2011)

Wenn unser Hotel nicht einen eigenen Generator hätte, würden die ständigen Stromausfälle (die es überall gibt, auch in der Hauptstadt) immer gleich zu einer kompletten Dunkelheit führen. Vom All aus dürfte Sierra Leone eher einen dunklen Fleck darstellen. Das mag für uns unter dem eindrucksvollen afrikanischen Himmel ein romantisches Erlebnis sein, für die Menschen die dort leben, ist es profane leidvolle Realität.

Das Frühstück im Hotel ist eine Lehrstunde was die Verfügbarkeit eigener Lebensmittel angeht. Es gibt nur in Plastik abgepackte Importware: Saft aus dem Libanon, Reis aus Indien, Nestle-Kaffee definitiv nicht aus dem Land, Tee aus Pakistan….Es gibt im ganzen Land keinen einzigen Fruchsaftabfüller, von anderen Herstellern ganz zu schweigen. Es gäbe auch hierfür keine Energie. Derzeit sind vor allem chinesische Aktivitäten sichtbar im Straßenbau und im Fischfang. Dies dürfte aber eher für eigene Interessen sein und weniger zum „Wohl des Volkes“.

Die Familien in der Talia Area sind gezwungen kilometerlange Wege zu den Wasserstellen zurück zulegen, weil das Grundwasser in den einzelnen Dorfbrunnen beinahe ausgeschöpft sind.
Die Kinder der Familien im Talia Gebiet sind gezwungen kilometerlange Wege zu den Wasserstellen zurückzulegen, weil das Grundwasser in den einzelnen Dorfbrunnen beinahe ausgeschöpft ist.

Wieder auf Tour über verstaubte Lehmpisten geht es so grob Richtung Guinea in die Talia area im Kakaogürtel. Wir überqueren einige Flüsse, die trotz Trockenzeit noch überraschend viel Wasser führen. Trotzdem ist die Wasserversorgung im Land noch ein großes Problem, weil die einzelnen Dorfbrunnen so langsam den verfügbaren Grundwasserspiegel ausgeschöpft haben. Das sieht man an den vielen Frauen und Kindern, die mit Krügen auf dem Kopf kilometerlange Wege zu den Wasserstellen außerhalb zu bewältigen haben.

Die meisten Kooperativen stehen noch in den Anfängen. Es ist noch viel Aufbauarbeit nötig um überhaupt exportfähig zu werden und den Kakao nicht zu lausigen Preisen an den Zwischenhandel zu verkaufen. Traditionell ist der Handel seit Jahrzehnten in libanesischer Hand, ähnlich wie auch der Diamantenhandel der neben Kakao und Kaffee das einzige Exportgut ist. Dank einiger Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit – hier sei vor allem die Welthungerhilfe genannt – sind erste wertvolle Schritte aber schon gemacht.

Wenn ich bei unserer Arbeit in Deutschland immer versuche die Brücke in die Produzentenländer zu schlagen, dient diese Reise auch dazu, diese Brücke vom anderen Ende zu begehen. Konsumenten in Deutschland kennen beim Kauf von Schokolade nicht die Erzeuger der Rohstoffe und die Kakaobauern in Sierra Leone wissen nicht was mit ihren Bohnen gemacht wird. Für sie ist Kakao im Grunde kein Lebensmittel, sondern einfach nur Exportgut. Der Fairtrade-Mitarbeiter vor Ort, Samuel Adimado, schilderte uns seine Eindrücke aus den vielfachen Besuchen bei den Kooperativen so: „Die Mängel in der Weiterverarbeitung müssten „psychologisch“ so angegangen werden, um bei Kakao das gleiche Verständnis wie bei Reis zu erzielen“ sprich jedes Korn, das eine andere Farbe hat aussortieren, oder jedes kleine Steinchen etc. zu entfernen. Was hier nach der Ernte von Reis ja selbstverständlich ist.

Dieter Overath bei Kakao-Kooperative in Sierra Leone
Eine Brücke vom Konsumenten zum Produzenten: Aus Deutschland habe ich Produkte mit Fairtrada-Kakao mitgebracht. Für viele hier der erste Kontakt mit Kakao als Genussmittel. Für sie ist Kakao im Grunde kein Lebensmittel, sondern einfach nur Exportgut.

Ich habe für die Reise eine Reihe von Produkten mit genommen – nicht als Wegnahrung, sondern um bei den Gesprächen in den Kooperativen zu zeigen, welche Produkte hier bei uns aus westafrikanischen Kakao hergestellt werden. Sie zu sehen, sie zu probieren. Die Bauern der EFMCA-Kooperative in Talia verbringen ihr ganzes Leben mit dem Kakaoanbau und sehen zum ersten Mal in ihrem Leben ein Produkt aus Kakao, sprich Schokokekse oder Instant-Kakao. Das waren spannende und schöne Momente hier die Brücke eben von der anderen Seite zu schlagen. Dies wäre mein Traum, dass Alle die jeweilige andere Seite der Brücke kennen würden und der globale Handel eben aus der Anonymität kommt. Als besonderes Gastgeschenk kommen die Fairtrade-Fußbälle natürlich besonders gut an. In Sierra Leone wird auf jedem halbwegs geraden Acker gekickt, mit allem was rund ist! Auch hier funktioniert die Brücke mit einer kleinen Geschichte aus Pakistan, wo die fairen Bälle genäht werden. Bei unserem Rundgang durchs Dorf ist Annett Louisan sofort von einer Traube von Kindern umringt. Es ist für beide Seiten ein besonderes Erlebnis. Die Herzlichkeit der Menschen ist berührend.

Für mich gibt es Musterkakao und den ernsthaften Eindruck, dass die Kooperativen hart an den Schwachstellen in der Weiterverarbeitung arbeiten – dem Trocknen und Fermentieren. Jetzt müssen wir in Deutschland nur noch Firmen finden, die sich mit den Kooperativen auf den Weg machen und diesem Kakao eine Chance geben! Träumen hier Jugendliche von den neuesten Errungenschaften der elektronischen Industrie, ist es in Sierra Leone schlicht und einfach der Luxus eines Fahrrades (Motorrad ist erst recht unerreichbar). Nur jeder 20. Hat ein Fahrrad, kein Wunder bei einem Anschaffungspreis von rund 80 Dollar, was fast einem Dreimonatsgehalt entspricht, wenn man überhaupt irgendeine Arbeit hat. Es würde für viele, trotz der grenzwertigen Holperpisten, den Gang zum nächsten Markt extrem verkürzen. Ich habe viele Menschen gesehen, die bis zu zwei Tage zu Fuß bei 35 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit unterwegs sind, nur um einen Korb voll Cassava-Wurzeln oder Cashew oder was auch immer zu einem Straßenmarkt zu bringen.

 

Wieder voller Eindrücke zurück in unserem Quartier in Kenema besuchen wir die Zentrale der größten Kooperative im Lande Dank hervorragender Aufbauhilfe durch die Welthungerhilfe sind von der Verbesserung im Anbau, wie Beschneiden der Bäume bis hin zur Lagerung und Qualitätsmanagement viele Vorhaben in der Umsetzung. Es ist schön zu sehen, wie ohne Hightech viele einfache konkrete Schritte spürbaren Fortschritt bringen. Die Weichen für eine bessere nächste Ernte sind gestellt. Ich bin guter Dinge, das die Voraussetzungen für die nächste Ernte besser werden und das die Fairtrade-Zertifizierung erfolgreich ablaufen wird. Im Mai erfolgt dann die endgültige Entscheidung im internationalen Prüfkomitee in Bonn. Die Vorbesuche haben ergeben, dass die Organisation inzwischen gut strukturiert ist.

 

 

Reise durch ein zerschundenes Land  (7. Februar 2011)

Sierra Leone ist durch den schrecklichen Bürgerkrieg in allem zurückgeworfen. Von den Straßen über zerstörte Dörfer bis hin zur Landwirtschaft haben die zehn Jahre Krieg ihre Spuren hinterlassen. Unterwegs endlos viele Menschen, die mit dem Sammeln von Brennholz beschäftigt sind. Überall stehen die kleinen Holzstapel herum. Das Leben findet ohnehin an der Straße statt, wo mit allem gehandelt wird. Abends brennen kleine Feuer am Wegesrand und es sieht aus als wenn dieses Land nicht schlafen geht. Das alles bei enormer Hitze und Luftfeuchtigkeit, die auch mir zu schaffen macht.

In den "Kakaogürtel" kommt man nur über primitive Lehmpisten, die während der Regenzeit unpassierbar sind. Es geht durch teilweise noch nicht abgeholzten Urwald. überraschend viele Flüsse, an denen immer auch gewaschen wird und Trinkwasser geholt wird, was dann oft kilometerlang getragen werden muss.

 

Dann tauchen die ersten Kakaobäume auf. Ich sehe zum ersten Mal sogenannten Waldkakao und nicht wie sonst üblich große Kakaofelder. Die Pflanzungen lagen jahrelang brach, weil die Menschen im Krieg aus den Dörfern geflüchtet sind. So langsam sind die Menschen wieder zurückgekehrt und versuchen "ihr altes Leben" wieder aufzubauen.

Im Grunde ist der ganze Anbau hier "organisch" weil es an Geld für Düngemittel mangelt, aber auch weil die Einbindung der Kakaobäume in einen natürlichen Wald keine Fertilerer erfordert. Vor dem Krieg war der Kakao berühmt für seine besondere Qualität. Jetzt hat er einen Malus, weil es in der Verarbeitung an vielem mangelt. Gute Stellen zum Trocknen und Fermentieren fehlen. Hier leistet die Welthungerhilfe mit ihren Projekten im Kakaogürtel wertvolle Hilfestellung. Die gute Qualität des Kakaos wird jetzt durch eine bessere Weiterverarbeitung bewahrt. Zwar noch auf einem Niveau, das der Weltmarkt mit einem "Minus" von 200 bis 300 Dollar pro Tonne abstraft, aber die nächste Ernte lässt hoffen.

Der Empfang in den Dörfern war überwältigend. Es kommt nicht oft Besuch vorbei! Ich habe jetzt einige Kilo an Mustern im Gepäck, um in Deutschland bei Schokofirmen für diesen Kakao zu werben. Gleichzeitig ist der FLO-Cert Inspektor, quasi der Fairtrade TÜV unterwegs, um die große Millenniumskooperative mit mehreren Tausend Bauern zu zertifizieren. Die Kooperative setzt große Hoffnung auf Fairtrade um die vielen Projektideen, die sie haben, umzusetzen.

Erschöpft kehren wir in der Dunkelheit nach Kenema zurück. Dies ist der einzige Ort, wo es ein Hotel gibt und von wo aus wir dann immer in stundenlangen "Schüttelfahrten" in die entlegen Dörfer fahren. Trotz der Misere herrscht eine Aufbruchstimmung und es ist schön zu spüren, dass es trotz der schrecklichen Erlebnissen in dem zehnjährigen Bürgerkrieg keine Aggressionen mehr gibt. Dies grenzt fast an ein Wunder.

 

Links zum Thema:

News: Dieter Overath trifft Präsidenten von Sierra Leone

zurück

Twitter FacebookMail