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Faire Woche 2006 zu Besuch bei der Bundesministerin

Anlässlich der Fairen Woche 2006 traf sich Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wiezcorek-Zeul mit Kleinbauern aus Brasilien, Peru und Guatemala.

22.09.2006

Die Ministerin informierte sich aus erster Hand über die Entwicklungen des Fairen Handels und bekam dabei von den Gästen aus Lateinamerika einen Korb - randvoll mit fair gehandelten Produkten.

"Fairness verbindet", so lautet das diesjährige Motto zur nunmehr fünften bundesweiten Fairen Woche. Das Zusammentreffen der Entwicklungsministerin mit Vertretern lateinamerikanischer Kleinbauernkooperativen veranschaulichte dies auf eindrucksvolle Weise, denn die positiven Effekte des Fairen Handels sind im Norden wie im Süden deutlich spürbar.

"Der Faire Handel zeigt uns, dass die Waren in unseren Kaufhäusern eine Geschichte haben! Eine Geschichte, die unseren Globus umspannt und von Lebens- und Arbeitsverhältnissen in anderen, ärmeren Ländern der Welt berichtet. Es lohnt sich, diesen Geschichten nachzugehen: Wir können nicht nur über weltweite Handelsströme, sondern auch über unser Konsumverhalten viel lernen. Damit gibt der Faire Handel uns, die wir als Verbraucherinnen und Verbraucher am Ende der globalen Handelskette stehen, die Möglichkeit, im Alltag etwas Sinnvolles für die weltweite Entwicklung zu tun", bestätigt die Bundesministerin.

Auch José Lacarnaqué Castro, Bananenproduzent der Kooperative CEPIBO aus Peru, kommt der Faire Handel zu Gute: "Seit wir am Fairen Handel teilnehmen, hat sich für uns viel zum Positiven verändert. Wir erhalten einen deutlich höheren Preis für unsere Bananen, und durch die zusätzliche Fairtrade-Prämie können wir soziale Projekte, wie zum Beispiel Fortbildungskurse für unsere Mitglieder und ihre Familien, finanzieren."

Noch bis zum 30. September werden 6 Produzentenvertreter auf ihrer Deutschlandreise in rund 100 Vorträgen und Diskussionsrunden von ihren Erfahrungen mit dem Fairen Handel berichten. Darüber hinaus informieren Weltläden, Bioläden, Supermärkte, Initiativen, Gastronomie, Verbände und Einzelpersonen in bundesweit über 1000 Aktionen über fair gehandelte Erzeugnisse aus Afrika, Lateinamerika und Asien. Die Faire Woche lädt alle interessierten Verbraucher dazu ein, den Fairen Handel als effektives Mittel zur Armutsbekämpfung in den Ländern des Südens kennen zu lernen. Eine Vielzahl von Probier- und Informationsaktionen ganz in ihrer Nähe finden sich im Terminkalender unter www.fairewoche.de.

Die Aktionswoche rund um den Fairen Handel wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Evangelischen Entwicklungsdienst (eed), von Brot für die Welt und dem Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR finanziell gefördert.

Die Faire Woche ist eine Aktion des Forums Fairer Handel. Hier haben sich die wichtigsten Akteure des Fairen Handels in Deutschland zusammengeschlossen, um ihm eine stärkere Stimme zu geben. Der Faire Handel hat das Ziel, mit Hilfe von fairen Preisen, partnerschaftlichen Handelsbeziehungen und umweltgerechten Anbaumethoden zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzentengruppen im Süden beizutragen.

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Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wiezcorek-Zeul mit Kleinbauern aus Brasilien, Peru und Guatemala


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