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Inhaltsbereich: Gästebuch

TransFair-Gästebuch

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c g
E-Mail: c(at)web.de
Datum: Donnerstag, 22-03-12 15:47
Wofür erhält bitte Lidl einen Fair-Trade Award?
Sorry da fehlt mir jegliches Verständnis, wie man einen Ausbeuter mit einem solchen Preis auszeichnet.
Wolfgang Heinrich
E-Mail: wolfi07(at)gmx.de
Datum: Donnerstag, 22-03-12 11:33
Als ich gestern die Nachricht bekommen hab das Lidl einen Preis für Fair Trade bekommen hatt war ich sprachlos.
Der Lidl der seine Mitarbeiter per Kammera überwacht??
Der Lidl der seinen Lieferanten die Preise diktiert??
Der Lidl er erwiesener Maßen ( siehe CiR) Bekleidung verkauft die unter Menschenunwürdigen Bedingungen in Bangladesch hergestellt wurden??
Seit ihr gegen die Wand gelaufen?
Ist euch ein Dachziegel auf den Kopf gefallen?
Oder habt Ihr am Karneval zu viel getrunken?
Oder sollte die Frage lieber heisen: Wieviel hatt man euch dafür bezahlt?
Björn Meyer aus Bremen
E-Mail: bsm76(at)hotmail.com
Datum: Mittwoch, 21-03-12 17:38
Ihr habt nicht ernsthaft Lidl mit dem zweiten Platz ausgezeichnet, oder? Bisher hatten FairTrade-Produkte ja ein relativ gutes Ansehen, welches beim Kauf von vielen nicht mehr hinterfragt wurde. wenn jetzt allerdings schon eine Marke wie Lidl mit FairTrade-Preisen geadelt wird dann wird der Begriff leider schwammig und fast schon hinfällig, da man sich nicht mehr darauf verlassen kann :-( ...dann muss ich entweder wieder ganz von vorne anfangen und selber jedes Produkt oder zumindest die Hersteller recherchieren, oder mir einfach keinen Kopf mehr machen und die ist-eh-alles-eine-Suppe-und-daher-egal-was-ich-kaufe-Strategie anwenden. So macht ein FairTrade-Siegel leider keinen Sinn :-(
Martina Grewer
E-Mail: Martina.grewer(at)web.de
Datum: Mittwoch, 21-03-12 12:38
Ich bin entsetzt, dass ausgerechnet LIDL künftig mit einen Preis von Fairtrade rumstolzieren wird - wegen 12 Produkten, bei einen Discounter in dieser Größenordnung. Für mich haben Sie absolut an Glaubwürdigkeit verloren, für mich ist das Verrat am Fairtradesiegel!!!
Elli Bauer
E-Mail: ellibauer(at)web.de
Datum: Samstag, 11-02-12 17:50
Guten Tag,

ich habe auch eine Frage zu Fairtrade-Produkten. Ich bin ein großer Fan davon, dass offensichtlich immer mehr Fairtradeprodukte auch im normalen Einzelhandel zu erhalten ist. Hier sind die Öffnungszeiten bequemer und Fairtrade wird publiker und öfter ins Bewusstsein der Käufer gerufen.
Toll!

Was ich letzte Woche gesehen habe, hat mich jedoch erzürnt. Ich kaufe regelmäßig fairen Orangensaft (in diesem Falle den von Pfanner). Ich erhalte ihn sowohl beim Nahkauf um die Ecke als auch bei Kaufland (ist übrigens beim Produktfinder gar nicht aufgelistet). Ich habe mich schon immer geärgert, dass der Fairtrade bei Nahkauf teurer ist - bei genauerem Hinsehen ganze 20 Cent (Kaufland 1,49EUR/ Liter, Nahkauf 1,69 EUR/ Liter). Jetzt hat Nahkauf noch einmal 6 Cent draufgeschlagen, so dass der Liter mit 1,75 EUR ganze 26 Cent mehr kostet. Ich finde das eine Sauerei, da andere Produkte vom sich Preis nicht so stark unterscheiden (z.B. Müller Joghurt Ecke 49 Cent sowohl Kaufland als auch Nahkauf) - Müllermilch hat ja vor einiger Zeit negative Schlagzeilen gemacht, weil es mit EU Fördermitteln ein Werk eröffnet und ein anderes dafür geschlossen hat und so zusätzlich noch Arbeitsplätze abgebaut hat...

Jedenfalls bin ich sehr zornig über solche Preisunterschiede. Sie legen meines Erachtens nahe, dass Einzelhandelsunternehmen das "schlechte Gewissen" von Kunden, die sich durch ihr Kaufverhalten für eine fairere Welt einsetzen wollen, ausnutzen um daraus Profit zu schlagen. Ich bin aber nicht bereit dazu mehr Geld für Fairtradeprodukte zu bezahlen, das dann in die Taschen der Einzelhändler fließt.

Was wird getan um solche Effekte zu vermeiden?

Mit freundlichen Grüßen,
Elli Bauer

 
Kommentar:
Hallo Frau Bauer,

Schön, dass Sie sich bei Ihrem Einkauf bewusst für Fairtrade-Produke entscheiden! Ja, die Endverbraucherpreise fallen in den verschiedenen Handelsunternehmen ziemlich unterschiedlich aus, sowohl bei Fairtrade-Produkten als auch bei konventionellen Produkten.

Nachdem der Fruchtsaft zu Fairtrade-Bedingungen eingekauft wurde, kommt es bei den Endverbraucherpreisen von Fairtrade-Produkten immer auf die Kostenstrukturen der Hersteller und Händler an. Gerade bei diesen Produktkalkulationen gibt es sehr große Unterschiede, so dass sich auf dem Markt ein breites Angebot an Fairtrade-zertifizierten Produkten zu unterschiedlichsten Endverbraucherpreisen ergibt. Die Situation bei konventionellen Produkten ist da nicht anders: Auch hier gibt es große Preisunterschiede bei verschiedenen Handelsunternehmen, sowie zwischen Billigmarken, Eigenmarken des Handels und Markenartikeln. Hier können Sie als Konsument entscheiden, wo Sie das gewünschte Produkt kaufen möchten.

Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass der Endverkaufspreis von Fairtrade-gesiegelten Produkten aber unabhängig von dem festgelegten Fairtrade-Mindestpreis und der Fairtrade-Prämie ist. Der für Fairtrade-gesiegelte Rohwaren in den Standards festgelegte Fairtrade-Mindestpreis und die Fairtrade-Prämie sind von jedem Lizenzpartner – ob Hersteller, Fairhandelshaus, Lebensmittel-Einzelhandel oder Discounter – zu bezahlen. Daher kommt bei den Produzentenorganisationen auch der gleiche Fairtrade-Anteil an – egal wo die Ware verkauft wurde.

Viele Grüße,
Ihr Team von TransFair
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