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Fairtrade-Zucker

Subventionen senken den Zuckerpreis
Zucker ist einer der weltweit wichtigsten Rohstoffe der rund um den Globus angebaut und konsumiert wird. In 127 Ländern werden pro Jahr 135 Millionen Tonnen Zucker auf Feldern und Plantagen angebaut. In Kuba macht Zucker 70 Prozent der Exporteinnahmen aus – in Brasilien sind es 40 Prozent.
Und trotzdem ist es für Millionen von Zuckerrohr-Kleinbauern und Beschäftigten auf Zuckerrohr-Plantagen nicht möglich ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften. Denn die Zuckerpreise werden durch viele Faktoren beeinflusst:
Änderungen von Nachfrage, Konsumverhalten und Subventionen reicher Industrieländer lassen den Weltmarktpreis sinken.
Niedrige und unbeständige Zucker-Preise
Niedrige und unbeständige Preise sind ein wesentliches Merkmal des Zucker-Marktes. Zwischen 1980 und 2000 sank der Preis um ganze 76 Prozent. Jede Änderung von Angebot und Nachfrage kann zu einer starken Preisschwankung führen.
Global.Fair.-Film
Der Einkauf im Supermarkt – tagtäglich treffen Kunden kleine Entscheidungen, die für Produzenten rund um den Globus weit reichenden Folgen haben können.
Ein Beispiel: In den frühen 1980er Jahren entschied Coco Cola den Rohrzucker in ihren Getränken durch Kornzucker zu ersetzen. Zu dieser Zeit war das Unternehmen mit 600.000 Tonnen pro Jahr weltweit der größte Abnehmer. Die veränderte Nachfrage führte zu einer schweren Krise in der Zucker-Industrie.
Bauern in Entwicklungsländern haben nicht nur mit sehr niedrigen Einkommen zu kämpfen. Sie müssen sich auch mit den industriell weiter entwickelten Ländern messen, die bessere finanzielle Mittel haben und ihre Produkte subventionieren.
Die EU (Europäische Union) hat entschieden die heimische Zucker-Industrie nicht länger zu schützen. Das sollte den Weltmarktpreis für Zucker anheben und Preisschwankungen entgegenwirken. Die Entscheidung der EU ist zu begrüßen. Trotzdem gibt es weiterhin viele Länder, die ihren Zucker subventionieren – zum Beispiel die USA.
Fairtrade unterstützt Kleinbauern
Die Fairtrade-Standards unterstützen ganz gezielt Kleinbauern, die Zucker anbauen. Die Bauern, die in Kooperativen organisiert sind, erhalten eine Fairtrade-Prämie.
Das zusätzliche Geld wird dafür verwendet Gemeinschafts-Projekte zu finanzieren. Welche dies sind, entscheiden die Produzenten eigenständig. Dies kann zum Beispiel der Bau einer Schule, das Anlegen eines Trinkwasserbrunnens oder auch die Investition in neue Maschinen oder Arbeitsgeräte seien.
Durch Fairtrade erhalten die Menschen die Chance, in eine nachhaltige Zukunft zu investieren und ihre Lebens- und Arbeitssituation aus eigener Kraft spürbar zu verbessern.
Weitere Informationen zu Fairtrade-Zucker
Fairtrade-Standards Zucker - Cane Sugar (engl.)
Fairtrade-Preise & Prämie (engl.)
Warum kein Fairtrade-Mindestpreis?
Fairtrade-Produzenten Datenbank (engl.)
Statement: Fairtrade und Rückverfolgbarkeit (104 KB)



