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Fairtrade-Standards für Sojabohnen und Hülsenfrüchte
Spielregeln für den Fairen Handel
Die Fairtrade-Standards für Sojabohnen und Hülsenfrüchte ermöglichen es Kleinbauern rund um den Globus ihre Kooperativen Fairtrade zertifizieren zu lassen. In Indien allerdings hat die Regierung ein offizielles Export-Verbot für bestimmte Hülsenfrüchte erlassen. Das Land ist zwar einer der größten Produzenten von Hülsenfrüchten, gleichzeitig aber auch der größte Importeur.
Fairtrade respektiert diese Entscheidung und zertifiziert keine Kleinbauern-Organisationen die Produkte anbauen, deren Export von der Regierung verboten wurde.
Fairtrade-Standards für Sojabohnen und Hülsenfrüchte stehen unter anderem für:
- Die Produzenten von Sojabohnen und Hülsenfrüchte sind Kleinbauern, die in Kooperativen oder Verbänden organisiert sind. Diese werden demokratisch verwaltet und gehören den Produzenten und Produzentinnen.
- Der garantierte Mindestpreis wird direkt an die Produzenten-Kooperativen ausgezahlt.
- Umweltstandards schränken den Gebrauch von Agro-Chemikalien ein, verbieten genmanipulierte Pflanzen und fördern eine nachhaltige Produktion.
- Die Produzenten erhalten auf Wunsch eine Vorfinanzierung der Ernte von 60 Prozent des Vertragspreises.
- Zusätzlich zum Mindestpreis muss eine Fairtrade-Prämie bezahlt werden. Diese muss von der Kooperative für soziale und ökonomische Projekte eingesetzt werden, die der Gemeinschaft zu Gute kommen.
- Alle Formen der Zwangsarbeit sind verboten – illegale Kinderarbeit ist ebenfalls ausgeschlossen.
Fairtrade bietet Kleinbauern-Organisationen damit die Möglichkeit ihre Lebensstandards und ihre Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.
Weitere Informationen:
Standards Sojabohnen und Hülsenfrüchte - Vegetables, incl. Pulses and Potatoes (engl.)
Fairtrade-Mindestpreise (engl.)
Fairtrade-Produzentengruppen (engl.)
