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Inhaltsbereich: Sojabohnen und Hülsenfrüchte

Fairer Handel mit Sojabohnen und Hülsenfrüchte

Schwankende Preise und steigende Produktionskosten

Millionen von Kleinbauernfamilien in Indien, China, Uruguay, Paraguay, Äthiopien, Myanmar oder Burma bestreiten ihren Lebensunterhalt von der Produktion von Sojabohnen und Hülsenfrüchten.

Seit Dezember 2009 gibt es die Fairtrade-Standards für „Sojabohnen und Hülsenfrüchte“. Die Standards ermöglichen es Kleinbauern, die grüne Bohnen, Kichererbsen, rote Kidney Bohnen, Linsen und Sojabohnen anbauen ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Zusätzlich bietet Fairtrade den Bauernfamilien in Zeiten starker Preisschwankungen Sicherheit.

Fairtrade-Standards

Hier erfahren Sie welche Spielregeln des Fairen Handel Kleinbauern und -bäuerinnen und Händler einhalten müssen, damit diese ihre Produkte mit dem Fairtrade-Siegel auszeichnen dürfen.

Preisschwankungen schwächen Produzenten

In Bolivien zum Beispiel sank der Preis für Sojabohnen auf 140 US-Dollar pro Tonne. Zum Vergleich die Fairtrade-Standards schreiben einen Preis von 355 US-Dollar pro Tonne Sojabohnen vor – zusätzlich wird eine Fairtrade-Prämie von 35 US-Dollar bezahlt [Stand 01/2010].

Global.Fair.-Film

 

Der Einkauf im Supermarkt – tagtäglich treffen Kunden kleine Entscheidungen, die für Produzenten rund um den Globus weit reichenden Folgen haben können.

Sojabohnen werden zu unterschiedlichsten Produkten weiterverarbeitet - zum Beispiel zu Tofu oder zu Getränken mit Sojamilch.

Den aktuellen Fairtrade-Preises für Sojabohnen können Sie der Fairtrade-Preis-Tabelle auf der Website der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) entnehmen: www.fairtrade.net

Die Fairtrade-Prämie bietet den Bauernfamilien zusätzlich die Möglichkeit in die Gesundheitsvorsorge, Bildung oder Infrastruktur ihrer Gemeinden zu investieren.

Förderung von Diversifizierung

Sojabohnen und Hülsenfrüchte geben Nährstoffe - wie zum Beispiel Stickstoff - an den Erdboden ab. Die Bauern und Bäuerinnen bewirtschaften ihre Felder daher nicht durchgängig mit diesem Produkt – im Schnitt sind es nur 90 bis 120 Tagen, die die Produktion in Anspruch nimmt.

Danach werden Mais, Reis, Weizen, Rohrzucker  oder Hirse auf den Feldern angebaut. Bei anderen Hülsenfrüchten sind es Kaffee oder Baumwolle.

Indem Fairtrade die Kleinbauern dazu ermutigt, weiterhin Hülsenfrüchte anzubauen, wird so gleichzeitig auch eine nachhaltige Produktion und Diversifizierung gefördert.

In Deutschland noch keine Fairtrade-Produkte aus Sojabohnen oder Hülsenfrüchten

Auf dem Deutschen Markt gibt es bisher noch keine Fairtrade-Produkte aus Sojabohnen oder Hülsenfrüchte. In anderen Ländern, wie zum Beispiel Großbritannien sind diese Produkte schon aus Fairen Handel erhältlich.

Weitere Informationen:

Standards Sojabohnen und Hülsenfrüchte - Vegetables, incl. Pulses and Potatoes (engl.)

Fairtrade-Mindestpreise (engl.)

Fairtrade-Produzentengruppen (engl.)

Fairtrade-Partnerfirmen

 

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