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Inhaltsbereich: Fairtrade-Standards

Fairtrade-Standards für Kaffee

Kaffeekirschen rot und grün am Strauch
Die Fairtrade-Standards können nur auf Kleinbauern und nicht auf Plantagen angewendet werden.

Spielregeln für den Fairen Kaffee-Handel

Die starken Preisschwankungen der vergangenen Jahre auf dem Weltmarkt manifestieren sich vor allem in den Problemen der Bauernfamilien, die sich nicht auf einen stabilen Preis verlassen können. Die soziale Lage der kleinbäuerlichen Kaffeeproduzenten und die Auswirkungen, welche die Preisschwankungen auf sie haben, sind schon seit vielen Jahren Gegenstand des Fairen Handels.

Kaffeebauernfamilien erhalten auf dem konventionellen Markt oft weniger als die jeweilige Börsennotierung für Rohkaffee, da sie den Kaffee meist an Zwischenhändler zu miserablen Preisen verkaufen müssen.

 

Den Kleinbauern und ‐bäuerinnen fehlt es vor allem an Mitsprache am Weltmarkt und an notwendigen Marktinformationen (zum Beispiel über die globale Produktion und über das Konsumverhalten hinsichtlich biologischen Qualitätskaffees), um gegebenenfalls ihre Kaffeeproduktion nach Veränderungen ausrichten zu können.

Fairtrade-Standards für Kaffee stärken gezielt Kleinbauernfamilien

Sie geben den Produzenten neue Sicherheit. Die Bauern und Bäuerinnen können sich auf einen festen Mindestpreis und auf eine Prämie verlassen.

Unter anderem stehen die Fairtrade-Standards für Kaffee für:

  • Nur Kleinbauern, die sich zu Kooperativen oder Organisationen zusammengeschlossen haben, können ihren Kaffee zu Fairtrade-Bedingungen verkaufen.

  • Die Organisationen müssen politisch unabhängig sein und eine demokratische Struktur aufweisen in der jeder Bauern und jede Bäuerin das gleiche Stimmrecht hat.
  • Produzentenkooperativen erhalten einen festen Mindestpreis. Wenn der Weltmarktpreis über dem Fairtrade-Preis liegt, bekommen die Bauern den höheren Preis ausbezahlt.

  • Für biologisch angebauten Fairtrade-Kaffee erhalten die Bauern einen höheren Mindestpreis.

  • Die Bauern erhalten außerdem eine Fairtrade-Prämie, die an die Kooperative ausgezahlt wird. Mindestens 5 Cent pro lb Kaffee müssen dabei für Projekte zur Steigerung von Produktivität und Qualität verwendet werden. Die restlichen Einnahmen durch die Prämie müssen für soziale oder ökonomische Investitionen, die der Gemeinschaft zu Gute kommen, verwendet werden.

    Hier erfahren Sie die Höhe von Mindestpreis, Bio-Preis und Fairtrade-Prämie: www.fairtrade.net

  • Umweltstandards begrenzen den Einsatz von Agro-Chemikalien und unterstützen die Bauern bei einer nachhaltigen Produktion.

  • Die Produzenten erhalten auf Wunsch eine Vorfinanzierung der Ernte von 60 Prozent des Vertragspreises.

  • Verbot von Zwangsarbeit und illegaler Kinderarbeit.
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