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Inhaltsbereich: Produzentengeschichte

Gleiche Chancen für Frauen und Männer

Orangenpflückerin der Koopearative MAFA
Fairtrade ermöglicht es dass die Arbeitsbedingungen weiter verbessert werden können.

Fairtrade ermöglicht neue Projekte!

Mahmoud Wesam ist Stellvertretender Geschäftsführer der Kooperative Magrabi in Noubaria, Ägypten. Die Kooperative umfasst ca. 3.700 ha, verteilt auf sechs Farmen. Sie liegt zwischen Kairo und Alexandria und beschäftigt neben den 4.000 festangestellten Mitarbeitern auch ca. 3.000 Saisonkräfte.

„Unser Ziel ist es nicht nur, die Lebensbedingungen unserer Arbeiter zu verbessern. Wir möchten auch die Gegebenheiten unserer Region positiv verändern.“ Schon vor der Zertifizierung durch Fairtrade bestand ein bedeutendes Ziel der Kooperative darin, ihren Arbeitskräften Chancen und Perspektiven zu bieten. So gab es in Magrabi bereits ein kleines Krankenhaus, eine Kindertagesstätte und einen Sportverein.

Mahmoud Wesam weiß aus Erfahrung: „Weil wir uns um unsere Mitarbeiter kümmern, bringen sie uns große Loyalität entgegen. Das führt zu einer qualitativ besseren Produktion und zu höheren Erträgen.“ 

Der Sprung zu sehr guten Arbeitsbedingungen

„Die Fairtrade-Zertifizierung ermöglichte unserer Kooperative den Sprung von guten zu sehr guten Arbeits- und Produktionsbedingungen.“ Inzwischen konnte die Kooperative die Klinik sogar so weit ausbauen, dass kleinere Operationen vor Ort möglich sind. In der Klinik werden nicht nur Magrabi-Mitarbeiter behandelt, hier erhalten die Bewohner der gesamten Umgebung Noubarias medizinische Unterstützung. Vier Krankenschwestern ermöglichen Behandlungen rund um die Uhr.

Besonders wichtig ist der neue, durch Fairtrade-Prämien angeschaffte Krankenwagen, der Patienten schnell und sicher zur Kooperative oder auch in das nächstgelegene Krankenhaus transportiert.

Nicht nur die Gesundheit der Menschen liegt der Kooperative am Herzen. „Wir möchten Männern und Frauen gleichberechtigte Chancen bieten“ sagt Mahmoud Wesam. Durch die Erweiterung der  Kindertagesstätte sind immer mehr Frauen in der Lage, einer Lohnarbeit nachzugehen und so ihre Familien zu unterstützen. Dank der Fairtrade-Prämie verbesserten sich auch die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter und Bewohner der Region. „Wir sind nun in der glücklichen Situation, über Unterrichtsräume zu verfügen.

Der Kauf von Fairtrade-Produkten kommt direkt den Produzenten zu Gute

Mit Lese- und Schreibkursen bekämpfen wir den Analphabetismus in unserer Region effektiv, denn die Kurse stehen nicht nur unseren Mitarbeitern sondern allen Interessierten aus der Umgebung offen. Mittlerweile haben schon über 300 Menschen erfolgreich am Unterricht teilgenommen und die Zahl der Anmeldungen steigt täglich.“

„Durch das Fairtrade-Programm war und ist es uns möglich, die Gesellschaft vor Ort in positivem Sinne zu verändern. Der Kauf von Waren mit dem Fairtrade-Siegel hat einen direkten Einfluss auf die Lebensbedingungen der Produzenten und verbessert langfristig auch die Situation der gesamten Region“, meint der stellvertretende Geschäftsführer.

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