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Inhaltsbereich: Fairtrade-Standards

Fairtrade-Standards

Spielregeln für den Fairen Handel mit Baumwolle

Die Fairtrade-Standards für Baumwolle gelten nur für Kleinbauernorganisationen und Vertragsbauern.

Durch Fairtrade wird das Leben der Baumwoll-Bauernfamilien nachhaltig verbessert. Der Faire Handel gibt den Bauern und Bäuerinnen die Sicherheit, dass sie Ihre Baumwolle zu einem festen Mindestpreis verkaufen können, der ihnen hilft, die Kosten einer nachhaltigen Produktion zu decken. Die Kooperativen erhalten außerdem eine Prämie, die sie in Gemeinschaftsprojekte investieren können: wie zum Beispiel den Bau einer Schule oder eines Brunnens.

Stoff mit Fairtrade-Siegel
Textilien aus Fairtrade-Baumwolle müssen nach den Fairtrade-Standards produziert werden.

Fairtrade-Produzentenkooperationen sind meist kleine Familienbetriebe, die sich in Kooperativen zusammenschließen oder Organisationen die den Bauern und Bäuerinnen gehören und die demokratisch geführt werden. Die einzige Ausnahme besteht in Indien und Pakistan: Dort gibt es einige Bauern-Gemeinschaften, die nicht in Kooperativen organisiert sind. Sie geben ihre Baumwolle weiter an ein Unternehmen, das die Baumwolle für sie weiterverkauft und das sich ebenfalls an die Fairtrade-Standards halten muss. Dieses Unternehmen ist dafür verantwortlich den Mehrerlös, der durch den Verkauf der Fairtrade-Baumwolle erzielt wurde, an die Bauern und Bäuerinnen weiterzugeben. 

 

 

Die wichtigsten Punkte der Fairtrade-Standards sind:

  • Der Fairtrade-Mindestpreis hilft den Bauern die Kosten einer nachhaltigen Produktion zu decken. Er richtet sich nach den verschiedenen Baumwoll-Qualitäten und Anbauregionen. Wenn der lokale Marktpreis über dem Fairtrade-Mindestpreis liegt, muss der höhere Preis bezahlt werden.

  • Der Fairtrade-Mindestpreis für Bio-Baumwolle ist höher, als der für konventionell angebaute Baumwolle.

  • Zusätzlich zum Fairtrade-Mindestpreis muss der Käufer eine Fairtrade-Prämie von 5 US Cent pro Kilo Fairtrade-Baumwolle bezahlen. Die Produzenten müssen diese Prämie für Gemeinschaftsprojekte verwenden: so wie zum Beispiel in Bildungs-, Gesundheits- oder Infrastrukturprojekte. Oder auch in Kredite für die Bauernfamilien.

  • Umweltstandards verbieten den Einsatz von Agrochemikalien und schreiben den Bauern und Bäuerinnen vor, dabei nachhaltig zu produzieren.

  • Die Produzenten erhalten auf Wunsch eine Vorfinanzierung der Ernte von 60 Prozent des Vertragspreises.

Fairtrade-Standards für Baumwolle machen auch Vorgaben für die Weiterverarbeitung

Von alle Beteiligten der weiteren Lieferkette wird ein Nachweis über die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen verlangt. Das gilt für alle Schritte der Weiterverarbeitung wie Entkernung, Spinnen, Färben, Stricken, Weben, Konfektionieren. Ist kein Nachweis vorhanden, übernimmt FLO-CERT die Überprüfung.

Die kompletten Fairtrade-Standards in Englisch können Sie auf der Website der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) nachlesen: www.fairtrade.net

Weitere Informationen zur Fairtrade-Baumwolle:

Fairtrade-Standards Baumwolle - Fibre Crops (engl.)

Fairtrade-Mindestpreise (engl.)

Baumwollpreis Indien (engl.)

Fairtrade-Produzentengruppen (engl.)

Baumwoll-Broschüre

Fact-Sheet "Baumwolle"

Fairtrade-Partnerfirmen

Informationen für Unternehmen

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