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Inhaltsbereich: Baumwolle

Fairer Handel mit Baumwolle

Baumwollbauer im Baumwollfeld

Ein Gewinn für alle

Auf der ganzen Welt sind etwa 100 Millionen Haushalte in 70 Ländern an der Produktion von Baumwolle beteiligt. Baumwolle ist besonders für die Menschen in West- und Zentralafrika, in Indien, Pakistan und Zentralasien eine wichtige Einnahmequelle.

Baumwolle wird zu einem großen Teil im globalen Süden angebaut. Der Baumwollpreis wird allerdings durch Subventionen der nördlichen Produktionsländer künstlich tiefgehalten – zum Nachteil der Produzenten im Süden, die keine Subventionen bekommen.

Baumwollbäuerin aus Burkina Faso
TransFair unterstützt Bauern in Burkina Faso

Um die Armut der Bauernfamilien zu bekämpfen ist Entwicklungsarbeit nötig. Ein Beispiel ist die Unterstützung, die TransFair den Bauern im Dörfchen Complan im Südwesten Burkina Fasos zugesagt hat.

Abbildung: Näherin in den Armstrong Knitting Mills, Tirupur, Indien.
Fairtrade-Pilotprojekte

Mit Hilfe von fünf Pilotprojekten erarbeitet Fairtrade International, wie nicht nur die Baumwollbauern von den Fairtrade-Standards profitieren können, sondern auch die Arbeiterinnen und Arbeiter innerhalb der Textilproduktion .

Yonli Malata
Eine Chance für Frauen!

Yonli hat sich durch Fairtrade einen Traum erfüllt. Sie ist eine der wenigen Frauen ihres Dorfes die Französisch lesen und schreiben können.

Stoff mit Fairtrade-Siegel
Fairtrade-Standards

Die Fairtrade-Standards schaffen bessere Lebensbedingungen für Baumwollbauern und ihre Familien. Erfahren Sie mehr über die Spielregeln des Fairen Handels.

Baumwollprodukte
Baumwoll-Produkte

Recherchieren Sie in unserer Produktdatenbank, welche Textilien es in Deutschland aus Fairtrade-Baumwolle gibt und wo sie diese kaufen können.

Baumwolle - das weiße Gold

Subventionen und Einfuhrbeschränkungen im Norden machen den Bauernfamilien im Süden das Leben schwer.

Fairtrade-Baumwoll-Film

So funktioniert der Faire Handel mit Baumwolle in Burkina Faso. 

Der jährliche Verlust durch US-Subventionen allein für die Länder Benin, Burkina Faso, Tschad und Mali beziffern unterschiedliche Studien auf 43 bis 126 Millionen Dollar. In den USA erhalten die Baumwollfarmer zwischen zwei und drei Milliarden US-Dollar pro Jahr an Zuschüssen, in der EU (Spanien und Griechenland) sind es etwa 275 Millionen Euro. So bleiben die Erzeuger aus Industriestaaten wettbewerbsfähig, denn sie können ihre Baumwolle zu niedrigen Preisen verkaufen.

Fairtrade steigert das Einkommen der Bauern

Für die Produzentengruppen im Süden dagegen sinken die Margen, denn die Marktpreise decken die Produktionskosten nicht mehr. Der Faire Handel mit Baumwolle soll helfen, diesen Kreislauf  zu durchbrechen.

Durch Fairtrade erhielten die Kooperativen in Burkina Faso 2009 pro Kilogramm Bio-Baumwolle einen festen Mindestpreis von 0,55 Euro – im Vergleich zum üblichen Marktpreis von 0,22 Euro.

So verdienen die Bauern und Bäuerinnen fast 120 Prozent mehr als beim konventionellen Anbau.
Außerdem fließen 5 Cent pro Kilogramm Baumwolle, die Fairtrade-Prämie, in Gemeinschaftsprojekte der Bauern-Kooperative: Zum Beispiel für Brunnen, Schulbänke oder Investitionen in die Gesundheitsvorsorge.

Fairtrade und Bio - ein starkes Doppel

Fairtrade fördert zudem den biologischen Anbau und zahlt einen Bio-Aufschlag. Bauern erhalten Unterstützung bei der Umstellung auf ökologischen Anbau. In Westafrika und Indien ersetzen bereits viele Produzenten chemisch-synthetisch hergestellte Düngemittel und Pestizide durch organische Dünger. Im konventionellen Anbau haben Pestizide oft gravierenden Einfluss auf die Gesundheit. Viele Menschen leiden unter Atemproblemen und Hautkrankheiten, bei Frauen ist das Risiko einer Fehlgeburt erhöht.

Weitere Informationen zur Fairtrade-Baumwolle:

Fairtrade-Standards Baumwolle - Fibre Crops (engl.)

Fairtrade-Mindestpreise (engl.)

Marktpreise Baumwolle Indien

Fairtrade-Produzentengruppen (engl.)

Baumwoll-Broschüre (3,77 MB)

Fact-Sheet "Baumwolle"

Fairtrade-Partnerfirmen

Informationen für Unternehmen

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